Der neue CEO von Remedy Entertainment hat sich erstmals ausführlich zum Thema künstliche Intelligenz in der Spieleentwicklung geäußert. Jean-Charles Gaudechon sieht KI aktuell nicht als Möglichkeit, Spiele günstiger zu produzieren.
Im Gespräch mit The Game Business erklärte der ehemalige Electronic Arts-Manager, dass menschliche Kreativität weiterhin eine zentrale Rolle bei den Spielen von Remedy spiele. Besonders deutlich wurde er beim Verweis auf Alan Wake 2. Laut Gaudechon könne man ein derart komplexes und kreatives Spiel nicht einfach mit generativer KI entwickeln. Er erklärte, dass er große Zweifel daran habe, dass KI die Produktionskosten in naher Zukunft wirklich senken werde. Gleichzeitig wolle er technologische Experimente innerhalb des Studios aber nicht verhindern.
Remedy sehe sich traditionell als Forschungs- und Technologie-orientiertes Studio. Trotzdem wolle man beim Einsatz von KI äußerst vorsichtig bleiben, insbesondere bei kreativen und direkt für Spieler sichtbaren Inhalten. Das Thema KI sorgt derzeit in der gesamten Games-Branche für Diskussionen. Auch Sony sprach zuletzt davon, dass künstliche Intelligenz künftig eine größere Rolle in Spielen spielen könnte. Darüber hinaus arbeitet Sony Berichten zufolge gemeinsam mit Bandai Namco Entertainment an generativer KI-Technologie.
Remedy arbeitet aktuell unter anderem an mehreren Projekten rund um Control sowie an weiteren Spielen im sogenannten Remedy Connected Universe.

