Dämonen bekämpfen, eine verschwundene Künstlertruppe retten und rechtzeitig zur Hochzeit des Königs kommen: Rootknot kombiniert ein Deckbuilding-Roguelite mit einem ungewöhnlichen Kampfsystem. Statt Schwertern, Bögen oder klassischen Zaubern setzt die Hauptfigur auf ihre Fähigkeiten als Jongleur. Im Rahmen des GamingUp Showcase 2026 wurde der erste offizielle Gameplay-Trailer zu Rootknot gezeigt. Darin gibt Entwickler Daring Deevs einen genaueren Einblick in die zentrale Spielmechanik, bei der Gegenstände in die Luft geworfen, im richtigen Moment eingefangen und zu unterschiedlichen Kombinationen verbunden werden. Das Studio beschreibt Rootknot als schnelles Deckbuilding-Roguelite, bei dem Reaktionsvermögen und strategische Entscheidungen miteinander verbunden werden.
In Rootknot übernimmst du einen Jongleur, der zu einer reisenden Künstlertruppe gehört. Eigentlich befindet sich die Gruppe auf dem Weg zu einem wichtigen Auftritt bei der lang erwarteten Hochzeit des Königs. Doch bevor sie dort ankommt, verschwindet die gesamte Truppe. Die Hauptfigur bleibt zurück und macht sich auf die Suche nach ihren verschwundenen Freunden. Unterstützung erhält sie dabei vom mysteriösen Wak Wak Tree. Der magische Baum überlässt dem Jongleur ein besonderes Lasso, das anschließend eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Dämonen spielt.
Das Szenario greift Elemente aus unterschiedlichen Volkserzählungen auf. Daring Deevs nennt ausdrücklich europäische und nahöstliche Folklore als Grundlage der Spielwelt. Auch die Kreaturen, denen du während deiner Reise begegnest, orientieren sich teilweise an weniger häufig in Spielen verwendeten kulturellen Erzählungen und Mythen. Die größte Besonderheit von Rootknot ist das Kampfsystem. Gegenstände werden während eines Kampfes zunächst in die Luft geworfen. Anschließend musst du schnell entscheiden, welche davon du wieder einfangen und aktivieren möchtest. Dafür kommt das magische Lasso zum Einsatz. Mit ihm ziehst du Schleifen um die gewünschten Gegenstände, bevor diese wieder nach unten fallen. Erfolgreich eingefangene Items lösen anschließend ihre jeweiligen Effekte aus.
Dadurch verbindet Rootknot Reaktionsvermögen mit den für Roguelites typischen Build-Entscheidungen. Daring Deevs beschreibt das System selbst als von Fruit Ninja inspiriert: Statt einfach auf herumfliegende Objekte einzuschlagen, müssen hier jedoch gezielt die richtigen Items ausgewählt und eingefangen werden. Die Entscheidung, welche Gegenstände du aktivierst, hängt von der jeweiligen Situation ab. Items können unterschiedliche Funktionen besitzen und lassen sich zu Kombinationen verbinden. Dadurch geht es nicht nur darum, schnell zu reagieren, sondern gleichzeitig den eigenen Build und die verfügbaren Möglichkeiten im Blick zu behalten.
Gegner sollen das System zusätzlich beeinflussen und mit verschiedenen Fähigkeiten versuchen, den Jongleur aus dem Rhythmus zu bringen.
Neben der Geschicklichkeitskomponente setzt Rootknot auf klassische Roguelite- und Deckbuilding-Systeme. Während der Durchläufe sammelst du neue Items und Relikte, die deinen aktuellen Build verändern können. Das Spiel soll mehrere Gegnertypen und Biome bieten. Zwischen diesen Bereichen kommen zusätzliche Mechaniken zum Einsatz, wodurch sich nicht nur die Umgebungen, sondern auch die Bedingungen während eines Runs verändern können.
Vor dem Betreten eines Dungeons kannst du außerdem eine Wette eingehen. Steam führt dieses System als eine der zentralen Mechaniken auf. Welche Auswirkungen die unterschiedlichen Wetten konkret auf einen Durchlauf haben, wurde bislang allerdings noch nicht im Detail erklärt. Damit verbindet Rootknot mehrere Ebenen: Im Kampf musst du schnell auf die herumfliegenden Gegenstände reagieren, gleichzeitig bestimmen Items und Relikte deinen Build und zwischen den Kämpfen kommen weitere strategische Entscheidungen hinzu.
Nicht jeder Fortschritt geht nach einem Run verloren. Während deiner Reise kannst du Materialien sammeln, die anschließend für den Ausbau deiner Basis beziehungsweise deines Unterschlupfs eingesetzt werden. Dort sollen zusätzliche Funktionen zur Verfügung stehen und neue Möglichkeiten freigeschaltet werden. Daring Deevs verbindet die einzelnen Runs damit mit einer längerfristigen Progression. Auch die verschwundenen Mitglieder der Künstlertruppe spielen dabei eine Rolle. Das übergeordnete Ziel bleibt schließlich, die Gruppe wieder zusammenzubringen und die Reise zur Hochzeit des Königs fortzusetzen. Der Aufbau des Unterschlupfs, neue Gegenstände und Relikte sowie unterschiedliche Biome sollen dafür sorgen, dass sich Rootknot nicht ausschließlich auf die einzelnen Kämpfe konzentriert.
Rootknot ist das erste Spiel von Daring Deevs, einem Indie-Studio aus Köln. Das Team wurde von Yasaman Farazan und Narges Farazan gegründet. Farazan übernimmt als Creative Director unter anderem Aufgaben im Gameplay Programming und Technical Design, während Narges Farazan als Programmer und Producer am Projekt arbeitet.
Mit dem im GamingUp Showcase 2026 gezeigten ersten offiziellen Gameplay-Trailer gibt es nun einen ausführlicheren Einblick darin, wie die Mischung aus Jonglieren, Deckbuilding und Roguelite-Progression in der Praxis funktionieren soll.

