In den USA wurde eine Sammelklage gegen die Speicherhersteller Samsung, Micron und SK Hynix eingereicht. Den Unternehmen wird vorgeworfen, den Markt für Arbeitsspeicher abgesprochen beeinflusst und dadurch die Preise für Verbraucher künstlich erhöht zu haben.
Die Klage wurde am 25. Juni vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Kalifornien eingereicht. Nach Angaben der Kläger sollen die drei Unternehmen ihre Produktion von DDR3- und DDR4-Arbeitsspeicher bewusst reduziert haben, um sich verstärkt auf die Herstellung von High Bandwidth Memory (HBM) zu konzentrieren. Dieser Speichertyp wird vor allem für Rechenzentren und Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz eingesetzt.
Laut der Klageschrift habe die geringere Verfügbarkeit von DDR3- und DDR4-Speicher zu deutlichen Preissteigerungen geführt. Demnach sollen die Preise für diese Speicherarten in den vergangenen Jahren um rund 700 Prozent gestiegen sein.
Darüber hinaus werfen die Kläger den Unternehmen vor, gemeinsam einen Großteil des weltweiten DRAM-Marktes zu kontrollieren. Dadurch hätten andere Hersteller nur begrenzte Möglichkeiten, ihre Produktion auszuweiten und den Markt mit günstigeren Speicherlösungen zu versorgen.
Ob die Vorwürfe zutreffen, muss nun das zuständige Gericht klären. Die betroffenen Unternehmen haben sich zu den Anschuldigungen bislang nicht öffentlich geäußert.

