Die Spielwarenmesse in Nürnberg hat bei ihrer 75. Ausgabe Ende Januar ihre internationale Bedeutung weiter ausgebaut. Vom 27. bis 31. Januar präsentierten 2.313 Aussteller aus 68 Ländern ihre Neuheiten. Das Angebot reichte von klassischen Spielwaren bis zum wachsenden Segment für erwachsene Fans, oft als „Kidults“ bezeichnet.
Rund 58.900 Fachbesucher kamen nach Nürnberg. Das entspricht einem Zuwachs von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt waren Gäste aus 121 Ländern vertreten. Besonders stark vertreten waren erneut die USA. Aus Asien stiegen die Besucherzahlen aus China und Hongkong deutlich, da es keine terminliche Überschneidung mit dem chinesischen Neujahrsfest gab. Auch Mexiko und die Türkei legten zu. In Europa wurden unter anderem aus Großbritannien und Frankreich mehr Gäste gezählt. Die Besucherzahlen aus Deutschland blieben auf dem Niveau des Vorjahres.
Nach Angaben der Veranstalter zeigten sich 93 Prozent der Aussteller mit ihrer Messeteilnahme zufrieden, drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Unternehmen wie Mattel nutzten die Messe für internationale Produktstarts. Andere Aussteller hoben vor allem die Qualität der Fachbesucher hervor. Auch das Medieninteresse war nach Einschätzung mehrerer Unternehmen deutlich spürbar.
Trends und Auszeichnungen
Inhaltlich prägten vor allem drei Trendthemen die Messe: „AI Loves (to) Play“, „Creative Mindfulness“ und „Toys for Kidults“. Sie wurden anhand zahlreicher Produkte auf dem Gelände vorgestellt. Beim ToyAward wurden sechs Produkte ausgezeichnet. Das Unternehmen iDventure erhielt einen Preis und berichtete von erhöhter Aufmerksamkeit am Stand nach der Auszeichnung.
Ausblick auf 2027
Die Mehrheit der Aussteller plant bereits die Teilnahme an der nächsten Ausgabe. Rund 90 Prozent wollen vom 2. bis 6. Februar 2027 erneut in Nürnberg ausstellen. Damit bleibt die Spielwarenmesse ein zentraler Treffpunkt für Handel, Industrie und Medien der internationalen Spielwarenbranche.

