Die Diskussion über die Zukunft physischer Videospiele geht weiter. Nachdem Sony angekündigt hat, ab 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc produzieren zu wollen, haben sich inzwischen mehrere Führungskräfte der Spielebranche zu dem Thema geäußert. Nun hat auch Take-Two-CEO Strauss Zelnick Stellung bezogen.
Wie CharlieIntel berichtet, sieht Zelnick insbesondere bei der Bequemlichkeit Vorteile für digitale Spiele.
„Discs ergeben für Verbraucher keinen Sinn. Digital ist bequemer.“
Damit positioniert sich der Chef des Mutterkonzerns von Rockstar Games und 2K grundsätzlich auf der Seite der digitalen Distribution.
Aus Zelnicks Aussage geht allerdings nicht hervor, dass Take-Two selbst die Veröffentlichung physischer Spiele einstellen will. Eine entsprechende Änderung der Vertriebsstrategie wurde im Zusammenhang mit seiner Aussage nicht angekündigt. Seine Äußerung bezieht sich zunächst auf die allgemeine Diskussion über physische und digitale Spiele und die aus seiner Sicht höhere Bequemlichkeit digitaler Käufe. Damit sollte die Aussage auch nicht als Bestätigung verstanden werden, dass kommende Spiele von Take-Two, Rockstar Games oder 2K künftig ausschließlich digital erscheinen werden.
Take Two CEO on the future of physical vs digital media in gaming:
„Discs don’t make sense to the consumer. Digital is more convenient.“ pic.twitter.com/PkFsuQJO0h
— CharlieIntel (@charlieINTEL) August 7, 2026
Zelnick ist nicht der erste Chef eines großen Spieleunternehmens, der sich in den vergangenen Wochen zu diesem Thema äußert. Auch Ubisoft-CEO Yves Guillemot sieht einen stärkeren Wechsel zu digitalen Veröffentlichungen vergleichsweise gelassen. Er verwies unter anderem auf den PC-Markt, auf dem physische Veröffentlichungen bereits seit Jahren kaum noch eine Rolle spielen. Andere Vertreter der Branche beurteilen die Entwicklung zurückhaltender. Der ehemalige Rockstar-Games-Mitgründer Dan Houser erklärte zuletzt beispielsweise, dass Unternehmen physische Medien weiterhin anbieten sollten, solange Kunden diese wünschen.
Auslöser der aktuellen Diskussion ist vor allem Sonys Entscheidung, die Produktion neuer physischer PlayStation-Spiele ab 2028 einzustellen. Take-Two hat bislang keine vergleichbare Maßnahme für seine eigenen Veröffentlichungen angekündigt.

