Bei Treyarch steht ein Führungswechsel an. Das Studio hat bekannt gegeben, dass Mark Gordon nach 22 Jahren im Unternehmen von seiner Position als Studioleiter zurücktritt. Künftig werden Kevin Hendrickson und Yale Miller die Leitung des Call of Duty-Entwicklers gemeinsam übernehmen.
Mark Gordon gehörte mehr als zwei Jahrzehnte zum Entwicklerstudio und war an zahlreichen bekannten Projekten beteiligt. Seine Arbeit begann bei Treyarch mit Call of Duty 2: Big Red One und setzte sich über Call of Duty 3, World at War bis hin zur kompletten Black Ops-Reihe fort. In einer Mitteilung auf sozialen Medien würdigte Treyarch seinen langjährigen Beitrag zur Entwicklung des Studios und der Call of Duty-Marke. Demnach habe Gordon die Unternehmenskultur, die kreativen Prozesse und die Entwicklung des Studios über viele Jahre hinweg entscheidend mitgeprägt.
Die Nachfolge übernehmen Kevin Hendrickson und Yale Miller als Co-Studioleiter. Beide zählen ebenfalls zu den erfahrenen Mitarbeitern des Studios und verfügen laut Treyarch über jahrzehntelange Entwicklungs- und Führungserfahrung innerhalb der Call of Duty-Reihe. Das Unternehmen sieht die beiden als geeignete Besetzung, um die zukünftige Entwicklung des Studios fortzuführen.
Treyarch wurde 1996 gegründet und arbeitete in den Anfangsjahren an verschiedenen Projekten, darunter Spiele zu Spider-Man, Eishockey- und Skateboard-Marken. Seit dem Einstieg in die Call of Duty-Reihe im Jahr 2005 konzentriert sich das Studio jedoch nahezu ausschließlich auf die Shooter-Serie. Besonders die Black Ops-Spiele zählen zu den erfolgreichsten Titeln des Entwicklers.
Gordons Rücktritt folgt auf weitere personelle Veränderungen bei Treyarch. Bereits 2023 verließ David Vonderhaar nach 18 Jahren das Studio. Anschließend gründete er sein eigenes Entwicklungsstudio namens Bulletfarm. Welche Pläne Mark Gordon nach seinem Rückzug verfolgt, wurde bislang nicht bekannt gegeben.

