Im Zuge der größten Umstrukturierung in der Geschichte der Xbox Game Studios steht nun auch ZeniMax Media vor weitreichenden Veränderungen. Laut einem Bericht von Bloomberg sollen sämtliche Studios des Publishers neu ausgerichtet werden. Künftig möchte Microsoft den Fokus stärker auf seine erfolgreichsten Spielereihen legen.
Von der Neuausrichtung betroffen sind unter anderem Bethesda Game Studios, id Software, MachineGames sowie ZeniMax Online Studios. Zwar gelten diese Teams weiterhin als wichtiger Bestandteil der Xbox-Strategie, dennoch sollen interne Strukturen und Prioritäten umfassend angepasst werden.
Dem Bericht zufolge wird sich ZeniMax künftig vor allem auf etablierte Marken wie Fallout, The Elder Scrolls, DOOM und Wolfenstein konzentrieren. Diese Franchises gelten als wichtigste Zugpferde des Publishers und sollen künftig im Mittelpunkt der langfristigen Planung stehen.
Ob die stärkere Fokussierung auch zu kürzeren Entwicklungszeiten führt, bleibt allerdings offen. The Elder Scrolls VI befindet sich bereits seit vielen Jahren in Entwicklung, während Fallout 4 inzwischen elf Jahre alt ist und Fans weiterhin auf einen Nachfolger warten. Parallel erscheint in dieser Woche mit Revelations die erste Erweiterung für DOOM: The Dark Ages. Außerdem arbeitet MachineGames weiterhin an einem neuen Wolfenstein, das bislang noch nicht offiziell vorgestellt wurde.
Auffällig ist hingegen, dass Starfield im Bloomberg-Bericht keine Erwähnung findet. Das Sci-Fi-Rollenspiel erhielt erst im April mit Terran Armada eine neue Erweiterung. Ob Bethesda die Marke weiterhin ausbauen oder sich künftig vollständig auf seine etablierten Reihen konzentrieren wird, ist derzeit nicht bekannt.
Die Umstrukturierung erfolgt im Rahmen des umfassenden Xbox-Umbaus. Microsoft baut bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 rund 3.200 Stellen ab und richtet zahlreiche Bereiche der Gaming-Sparte neu aus. Trotz der Veränderungen hatte Xbox-CEO Asha Sharma zuletzt betont, dass bereits angekündigte First-Party-Spiele weiterhin entwickelt und nicht eingestellt werden.

