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Landwirtschafts-Simulator 25: Beans & Alpacas – Review (PC)

© GIANTS Software

Landwirtschafts-Simulator 25: Beans & Alpacas – Review (PC)

by Paul Motek
29. Oktober 2026
in Games Review, Review

Mit Beans & Alpacas schickt uns GIANTS Software in eine völlig neue Umgebung. Statt der bekannten europäischen und nordamerikanischen Landschaften erwarten uns dieses Mal tropische Wälder, weitläufige Kaffeeplantagen und eine abwechslungsreiche Tierwelt. Doch reicht ein Wechsel nach Südamerika aus, um dem Landwirtschafts-Simulator 25 neue Impulse zu verleihen? Oder bekommen wir am Ende nur eine weitere Karte mit einigen zusätzlichen Maschinen? Wir haben uns auf den Weg in die Region Catuaí gemacht, neue Anbaumethoden ausprobiert und uns mit den Besonderheiten der südamerikanischen Landwirtschaft beschäftigt.

Zwischen tropischen Wäldern und neuen Herausforderungen

© GIANTS Software

Mit der Erweiterung Beans & Alpacas verlassen wir die gewohnten Landschaften des Landwirtschafts-Simulator 25 und reisen nach Südamerika. Dort erwartet uns mit Catuaí eine vollständig neue Karte, die sich nicht nur optisch deutlich von den bisherigen Regionen unterscheidet, sondern auch neue landwirtschaftliche Möglichkeiten eröffnet. Statt großer, flacher Felder bestimmen hier sanfte Hügel, steilere Berghänge, dichte Regenwälder und ein verzweigter Flusslauf das Landschaftsbild. Besonders auffällig ist der rötliche Boden, der zusammen mit der üppigen Vegetation für eine ganz eigene Atmosphäre sorgt.

Eine klassische Handlung mit fest vorgegebenen Missionen steht auch in dieser Erweiterung nicht im Mittelpunkt. Vielmehr übernehmen wir erneut die Verantwortung für unseren eigenen landwirtschaftlichen Betrieb und entscheiden selbst, welche Bereiche wir ausbauen möchten. Allerdings bietet Catuaí einige zusätzliche Beschäftigungen, die über den gewöhnlichen Alltag eines Landwirts hinausgehen. Verschiedene Charaktere verteilen Aufgaben, während wir durch unsere Arbeit auch zur Entwicklung der Region beitragen können. Dadurch wirkt die Spielwelt etwas lebendiger und vermittelt stärker das Gefühl, Teil einer kleinen Gemeinschaft zu sein.

Unser Abenteuer beginnt auf einem bereits eingerichteten Bauernhof im Zentrum der Karte. Das Anwesen fällt deutlich großzügiger aus als viele der bisherigen Startgebäude. Besonders interessant ist, dass wir das Wohnhaus tatsächlich betreten und mehrere Räume erkunden können. Im Inneren entdecken wir unter anderem einen Wohnbereich, eine Küche, ein Schlafzimmer und verschiedene Einrichtungsgegenstände. Selbst kleinere Details wie brennende Kerzen, ein Fernseher mit bewegten Bildern oder ein Klavier wurden berücksichtigt. Über einen Balkon beziehungsweise eine Terrasse können wir außerdem die Umgebung betrachten. Allerdings sind nicht sämtliche Türen und Gebäudebereiche zugänglich. Auch besitzen die zahlreichen Einrichtungsgegenstände überwiegend einen dekorativen Charakter.

Rund um unseren Hof befinden sich bereits verschiedene landwirtschaftliche Flächen, darunter eine kleine Bananenplantage. Hinzu kommen ein Getreidesilo, Unterstellmöglichkeiten und ein erster Fuhrpark. Damit müssen wir nicht sämtliche Grundlagen von Beginn an aufbauen, sondern können direkt mit der Bewirtschaftung beginnen. Wer lieber einen eigenen Betrieb von Grund auf errichten möchte, findet auf der Karte allerdings auch alternative Grundstücke, die sich für einen individuellen Hof eignen.

© GIANTS Software

Die Felder fallen überwiegend klein bis mittelgroß aus. Riesige zusammenhängende Ackerflächen suchen wir zunächst vergeblich. Dafür lassen sich an einigen Stellen benachbarte Grundstücke miteinander verbinden, da nicht überall Zäune oder andere Hindernisse im Weg stehen. Durch die zahlreichen Höhenunterschiede müssen wir allerdings deutlich stärker auf die Geländebeschaffenheit achten. Während wir auf flachen Feldern mit vergleichsweise schwachen Traktoren zurechtkommen, benötigen wir an steileren Hängen ausreichend Motorleistung.

Neben der Landwirtschaft bietet die Region eine überraschend große Auswahl an Produktionsstätten und Verkaufsmöglichkeiten. Wir entdecken unter anderem eine Kaffeeverarbeitung, eine Kaffeerösterei, eine Molkerei, eine Zuckerfabrik, eine Ölmühle, eine Spinnerei, eine Schneiderei, eine Schreinerei und verschiedene weitere Betriebe. Auch eine Biogasanlage, ein Sägewerk und ein Bahnhof gehören zur Infrastruktur. Einige dieser Einrichtungen können wir erwerben und anschließend für unsere eigenen Produktionsketten nutzen. Dadurch beschränkt sich die Erweiterung keineswegs auf den Anbau der neuen Feldfrüchte.

Eine besondere Rolle spielt außerdem die Entwicklung der örtlichen Gemeinschaft. So können wir beispielsweise Pigmente und Farben herstellen, die zur Renovierung bestimmter Gebäude benötigt werden. Auch die örtliche Kirche lässt sich auf diese Weise verschönern. Darüber hinaus gibt es ein größeres Projekt rund um ein Forschungszentrum und ein Museum. Bei der Erkundung der Umgebung können wir Dinosaurierknochen entdecken, die anschließend für den Ausbau der Ausstellung verwendet werden. Damit erhalten wir eine zusätzliche Beschäftigung, die uns auch abseits unserer Felder durch die Landschaft führt.

Insgesamt bietet Beans & Alpacas damit deutlich mehr als nur einen neuen Schauplatz. Die Erweiterung verbindet die bekannten landwirtschaftlichen Tätigkeiten mit zusätzlichen Produktionsmöglichkeiten, neuen Tieren und kleineren Nebenaufgaben. Das grundlegende Spielprinzip bleibt zwar unverändert, doch gerade die Kombination aus tropischer Umgebung und neuen Beschäftigungen sorgt dafür, dass sich Catuaí angenehm von den bisherigen Karten abhebt.

Kaffee, Bananen und Alpakas – Landwirtschaft einmal anders

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Die größten spielerischen Neuerungen erwarten uns bei den Anbau- und Produktionsmöglichkeiten. Mit Kaffee und Bananen führt GIANTS Software zwei neue Nutzpflanzen ein, die sich deutlich von den klassischen Feldfrüchten unterscheiden. Beide Kulturen benötigen spezielle Arbeitsabläufe und entsprechende Ausrüstung. Dadurch müssen wir uns zunächst mit den Besonderheiten ihrer Bewirtschaftung beschäftigen, bevor wir die ersten Erträge erzielen können.

Besonders der Kaffeeanbau nimmt auf Catuaí eine zentrale Rolle ein. Im mittleren Bereich der Karte befinden sich zahlreiche Kaffeeplantagen, die sich über die hügelige Landschaft erstrecken. Anders als bei gewöhnlichen Getreidefeldern müssen wir hier mit den vorhandenen Pflanzreihen arbeiten und unsere Maschinen entsprechend einsetzen. Praktisch ist, dass wir bereits angelegte Plantagen erwerben können. Wir müssen also nicht zwangsläufig mit dem vollständigen Aufbau einer eigenen Anlage beginnen, sondern können direkt in die Produktion einsteigen.

Eine weitere Besonderheit betrifft den Jahreszeitenkalender. Da wir uns auf der Südhalbkugel befinden, unterscheiden sich die Anbau- und Erntezeiten von den gewohnten europäischen Verhältnissen. Bei Kaffee liegt die Pflanzzeit zwischen Oktober und Dezember, während die Ernte von Februar bis April stattfindet. Wer seine landwirtschaftlichen Abläufe bisher nach den bekannten Jahreszeiten geplant hat, muss sich entsprechend umstellen. Das sorgt für zusätzliche Abwechslung, ohne die grundlegenden Mechaniken der Simulation zu verändern.

Nach der Ernte können wir unsere Kaffeekirschen an die entsprechenden Verarbeitungsbetriebe liefern. Besonders gelungen ist dabei die Darstellung der Produktionsanlagen. In einigen Gebäuden können wir die Verarbeitung direkt beobachten, während animierte Arbeitskräfte ihrer Beschäftigung nachgehen. Die Kaffeeverarbeitung gehört damit nicht nur wirtschaftlich zu den interessanten Einrichtungen, sondern vermittelt auch einen guten Eindruck davon, was mit unseren Erzeugnissen nach der Ernte geschieht.

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Noch ungewöhnlicher fällt der Bananenanbau aus. Die Plantagen bestehen aus vergleichsweise kleinen Anbauflächen, auf denen wir uns zwischen den einzelnen Pflanzen bewegen. Zunächst müssen wir die entsprechenden Bedingungen für den Anbau schaffen. Dazu gehören unter anderem die Vorbereitung des Bodens, die Bewässerung, die Düngung und die Pflege der Pflanzen. Auch der Schutz vor ungünstigen Witterungseinflüssen spielt bei der Bewirtschaftung eine Rolle.

Bei der eigentlichen Ernte kommt eine Machete zum Einsatz, die wir zunächst im Fahrzeughändler erwerben müssen. Anschließend können wir reife Bananenstauden manuell abernten. Besonders interessant ist das dazugehörige Transportsystem. Über eine Schienenkonstruktion werden die geernteten Bananen direkt von den Pflanzen zur Waschstation befördert. Dort werden sie gesammelt, gereinigt und anschließend für den Weitertransport auf Paletten bereitgestellt.

Die Waschstation kann bis zu 10.000 Liter unverarbeitete Bananen aufnehmen. Ein einzelnes geerntetes Bananenbündel liefert ungefähr 17 Liter, wobei sich der Ertrag durch eine entsprechende Düngung steigern lässt. Damit entsteht eine eigene kleine Produktionskette, bei der wir mehrere Arbeitsschritte miteinander verbinden müssen. Gerade die Kombination aus manueller Ernte, automatisiertem Transport und anschließender Verarbeitung hebt sich angenehm vom gewöhnlichen Feldbetrieb ab.

Allerdings müssen wir nicht jede Bananenstaude persönlich abernten. Auch hier können wir einen Helfer beschäftigen, der die Pflege und Ernte der Plantage übernimmt. Bei einer Anlage mit 101 Pflanzen werden täglich ungefähr 15 Stauden erntereif. Entsprechend sinnvoll kann es sein, diese Arbeiten dauerhaft automatisieren zu lassen. Die Umsetzung besitzt allerdings eine kleine Schwäche: Während die Ernte im Hintergrund korrekt ausgeführt wird, bleibt die Figur des Helfers weitgehend passiv. Eine passende Animation, bei der tatsächlich mit der Machete gearbeitet wird, fehlt. Dadurch wirkt dieser Vorgang weniger glaubwürdig als die manuelle Ernte.

Neben den neuen Nutzpflanzen erweitern auch die Alpakas unsere landwirtschaftlichen Möglichkeiten. Die Tiere können wir beim Viehhändler erwerben und anschließend auf unserem Hof halten. Zur Auswahl stehen vier Fellfarben: Weiß, Braun, Grau und Beige. Außerdem gibt es verschiedene Altersstufen, sodass wir sowohl Jungtiere als auch bereits ausgewachsene Exemplare kaufen können. Preislich bewegen sich die Tiere nicht gerade im günstigsten Bereich. Besonders der Aufbau einer größeren Herde kann schnell eine erhebliche Investition darstellen.

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Für die Unterbringung steht uns ein eigenes Alpaka-Gehege zur Verfügung. Die Standardvariante bietet zunächst Platz für acht Tiere. Interessanterweise können wir die Kapazität durch eine individuelle Gestaltung der Umzäunung erweitern. So lässt sich beispielsweise ein Gehege für 16 oder auch 60 Alpakas und mehr errichten. Dadurch erhalten wir etwas mehr Freiheit bei der Planung unserer Tierhaltung.

Bei der Versorgung zeigen sich die Tiere vergleichsweise unkompliziert. Sie können sowohl Gras als auch Heu fressen, wobei wir mit Heu eine Produktivität von 100 Prozent erreichen. Eine zusätzliche Wasserversorgung ist für das Gehege nicht erforderlich. Die Futterkapazität liegt bei 11.500 Litern, sodass wir die Tiere nicht ständig versorgen müssen. Trotzdem sollten wir ihren Bedarf regelmäßig kontrollieren, damit die Produktion möglichst effizient bleibt.

Besonders gelungen ist die direkte Interaktion mit den Alpakas. Mit einer Leine können wir einzelne Tiere aus ihrem Gehege führen und sogar kleine Spaziergänge unternehmen. Die Mechanik erinnert dabei an den Umgang mit Pferden. Allerdings gibt es gewisse Einschränkungen. Entfernen wir uns zu weit, löst sich die Leine automatisch. Auch tieferes Wasser und steile Felswände stellen Hindernisse dar, die unsere Tiere nicht überwinden können.

Wirtschaftlich interessant werden die Alpakas vor allem durch ihre Wolle. Einmal jährlich können wir ausgewachsene Tiere scheren und die gewonnene Wolle anschließend verkaufen oder weiterverarbeiten. Dafür benötigen wir eine entsprechende Schere und führen das Tier zur Schurstation. Die manuelle Animation ist dabei ordentlich umgesetzt und vermittelt den Arbeitsablauf nachvollziehbar. Bei einem ausgewachsenen Alpaka können wir ungefähr 495 Liter Wolle gewinnen. Anschließend entscheiden wir selbst, ob wir das Rohmaterial direkt verkaufen oder innerhalb unserer Produktionsketten zu höherwertigen Produkten verarbeiten.

Ergänzt wird die Tierhaltung durch südamerikanische Brahman-Rinder. Diese dienen der Fleischproduktion und liefern keine Milch. Damit erhalten wir eine weitere Möglichkeit, unseren landwirtschaftlichen Betrieb auf die Besonderheiten der Region auszurichten.

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Auch beim Fuhrpark hat GIANTS Software nachgelegt. Mehr als 25 zusätzliche Maschinen und Geräte erweitern das vorhandene Angebot. Vertreten sind unter anderem bekannte Hersteller wie John Deere, New Holland, Ford, Case IH und Mercedes-Benz Trucks. Mit Colombo Industries und Southern Spreaders kommen außerdem weitere Marken hinzu. Die Fahrzeuge können wir wie gewohnt aus der Ego- oder Third-Person-Perspektive steuern.

Besonders interessant sind die kleineren Maschinen, die sich für die vergleichsweise engen Plantagen und Wege eignen. Dazu gehört beispielsweise der New Holland 8030, ein kompakter Traktor mit einfachem Dach und einer Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 33 km/h. Auch ein ungewöhnlicher dreirädriger Transporter gehört zum Angebot. Das kleine Fahrzeug erinnert an eine Mischung aus Tuk-Tuk und Lieferwagen und erreicht ungefähr 50 km/h. Allerdings neigt es bei schnellen Kurvenfahrten zum Übersteuern, wodurch das Heck gelegentlich ausbricht. Für kleinere Transporte ist es trotzdem eine unterhaltsame Alternative zu den gewöhnlichen Nutzfahrzeugen.

Im Startfuhrpark finden wir darüber hinaus verschiedene bekannte Maschinen, darunter einen John-Deere-Traktor, einen Mähdrescher von Massey Ferguson und einen Deutz-Fahr Agrostar. Hinzu kommen ein Grubber, eine Sämaschine, Anhänger und verschiedene Anbaugeräte. Die Zusammenstellung ist grundsätzlich zweckmäßig, allerdings hätten wir uns bei den Startmaschinen etwas mehr Abwechslung gewünscht. Gerade einige der bereits bekannten Fahrzeuge begegnen uns inzwischen auf mehreren Karten.

Abseits der neuen Maschinen bleibt das grundlegende Gameplay weitgehend unverändert. Wir bestellen Felder, kümmern uns um unsere Tiere, transportieren Erzeugnisse und investieren unsere Einnahmen in neue Anlagen. Dennoch sorgen die zusätzlichen Arbeitsabläufe für eine willkommene Erweiterung. Besonders der manuelle Umgang mit Bananen und Alpakas bringt Tätigkeiten ins Spiel, die sich stärker von den üblichen landwirtschaftlichen Routinen unterscheiden.

Tropisches Südamerika mit beeindruckender Landschaft

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Grafisch gehört die neue Karte zu den größten Stärken der Erweiterung. Catuaí unterscheidet sich bereits auf den ersten Blick deutlich von den bekannten Regionen des Landwirtschafts-Simulator 25. Während wir auf anderen Karten häufig über große, offene Felder fahren, erwarten uns hier dicht bewachsene Täler, kleinere Plantagen, felsige Hänge und zahlreiche unterschiedliche Baumarten. Besonders die Kombination aus rötlicher Erde und intensiv grüner Vegetation verleiht der Landschaft einen unverwechselbaren Charakter.

Die Gestaltung der Umgebung fällt ausgesprochen abwechslungsreich aus. Ein großer Fluss schlängelt sich durch das Tal und wird an verschiedenen Stellen von Brücken überquert. Entlang des Wassers entdecken wir dichte Pflanzenbestände, sumpfige Bereiche und vereinzelt Gebäude, die auf Stelzen errichtet wurden. Hinzu kommen verschiedene Tiere, die zur südamerikanischen Umgebung passen. So können wir beispielsweise Papageien beobachten, während sich in den feuchteren Gebieten auch Krokodile beziehungsweise Alligatoren aufhalten.

Besonders gelungen finden wir die natürliche Einbettung der Straßen und Felder in die Landschaft. Die Wege verlaufen nicht einfach geradlinig durch das Gelände, sondern orientieren sich an den vorhandenen Höhenunterschieden. Teilweise wurden Straßen in die Hänge eingelassen, während an anderen Stellen Felsen und Böschungen die Fahrbahn begrenzen. Dadurch entsteht ein deutlich glaubwürdigeres Gesamtbild. Gleichzeitig wirken die landwirtschaftlichen Flächen weniger künstlich angeordnet, da sie sich an die vorhandene Topografie anpassen.

Die Vegetation trägt ebenfalls einen großen Teil zur Atmosphäre bei. Neben den bekannten Pflanzen finden wir zahlreiche exotische Baumarten, darunter verschiedene Palmen, Paranussbäume, Brasilholz und weitere südamerikanische Gewächse. Einige dieser Bäume erreichen beachtliche Höhen und eignen sich auch für die Forstwirtschaft. Besonders die großen Exemplare mit einer Höhe von bis zu 30 Metern sorgen dafür, dass sich die Waldgebiete deutlich von den bisherigen Karten unterscheiden.

Auch die kleineren Details wurden nicht vergessen. Entlang der Wege entdecken wir Blumen, Pilze, Wasserpflanzen und unterschiedliche Büsche. Auf den Straßen liegen stellenweise Schmutz und Sand, während ältere Gebäude und Fahrzeuge den Eindruck einer ländlichen Region vermitteln. Gerade diese kleinen Unregelmäßigkeiten sorgen dafür, dass Catuaí nicht wie eine künstlich aufgeräumte Spielwelt wirkt.

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Ein weiteres Highlight ist die kleine Ortschaft im Zentrum der Region. Hier erwarten uns farbenfrohe Gebäude im Kolonialstil, kleine Geschäfte, Marktstände, Bushaltestellen und verschiedene Produktionsbetriebe. Die Architektur unterscheidet sich deutlich von den bekannten europäischen Dörfern. Viele Häuser besitzen auffällige Fassaden, Balkone oder ungewöhnliche Dachkonstruktionen. Auch öffentliche Telefone, ältere Tankstellen und klassische Fahrzeuge tragen zum Gesamtbild bei.

Besonders auffällig ist die Kirche, die oberhalb des Ortes auf einer Anhöhe steht. Von dort erhalten wir einen guten Blick über die umliegende Landschaft. Gleichzeitig gehört das Gebäude zu den Einrichtungen, die wir im Rahmen zusätzlicher Aufgaben renovieren können. Dadurch ist es nicht nur ein optischer Orientierungspunkt, sondern besitzt auch eine spielerische Funktion.

Die Gebäude selbst wurden teilweise deutlich aufwendiger gestaltet als in bisherigen Regionen. Das betrifft nicht nur unser Wohnhaus, sondern auch einige Produktionsstätten. So können wir beispielsweise die Kaffeeverarbeitung betreten und die dortigen Arbeitsabläufe beobachten. Animierte Arbeiter und sichtbare Maschinen vermitteln zumindest den Eindruck eines tatsächlich betriebenen Unternehmens. Allerdings gilt das nicht für sämtliche Gebäude. Einige Einrichtungen bleiben reine Kulisse, während wir bei anderen lediglich die bekannten Interaktionspunkte verwenden können.

Auch bei den Fahrzeugen und Tieren überzeugt die grafische Darstellung. Die Maschinen besitzen detaillierte Modelle, erkennbare Bedienelemente und passende Verschmutzungstexturen. Gerade bei älteren Traktoren kommen die Gebrauchsspuren gut zur Geltung. Die neuen Alpakas wurden ebenfalls sorgfältig gestaltet. Unterschiedliche Fellfarben, Größen und Bewegungen sorgen dafür, dass die Tiere nicht wie identische Kopien wirken. Besonders die Kauanimationen und kleineren Bewegungen tragen zu einem glaubwürdigen Erscheinungsbild bei.

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Bei den Lichtverhältnissen zeigt sich die neue Umgebung ebenfalls von ihrer besten Seite. Vor allem in den Morgenstunden, wenn leichter Nebel über den Feldern liegt und die Sonne langsam durch die Vegetation scheint, entsteht eine schöne Atmosphäre. Die unterschiedlichen Höhenlagen und die dichten Pflanzenbestände sorgen dabei für abwechslungsreiche Ansichten.

Technisch hinterlässt die Karte einen ordentlichen Eindruck. Selbst bei einer hohen Bildrate von ungefähr 90 FPS blieb die Darstellung in den beschriebenen Spielsituationen weitgehend stabil. Allerdings lässt sich daraus keine allgemeine Aussage über die Performance auf unterschiedlichen PC-Systemen ableiten. Gerade bei größeren Betrieben mit zahlreichen Maschinen und Produktionsanlagen kann die tatsächliche Leistung von der verwendeten Hardware und den Grafikeinstellungen abhängen.

Trotz der insgesamt gelungenen Präsentation gibt es kleinere Schwächen. Nicht sämtliche Gebäude sind zugänglich, einige Interaktionsmöglichkeiten bleiben eingeschränkt und bestimmte Arbeitsanimationen fehlen. Besonders bei der automatisierten Bananenernte fällt auf, dass die Ernte zwar funktioniert, die zuständige Figur jedoch kaum sichtbar arbeitet. Solche Details verhindern gelegentlich, dass die ansonsten sehr glaubwürdige Spielwelt vollständig überzeugen kann.

Dennoch ist Catuaí eine der interessantesten Ergänzungen der Erweiterung. Die neue Landschaft bietet nicht nur einen anderen grafischen Stil, sondern wirkt durch ihre abwechslungsreiche Gestaltung und die zahlreichen kleinen Details wesentlich eigenständiger als eine gewöhnliche zusätzliche Karte.

Tropische Atmosphäre mit vertrauter Geräuschkulisse

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Beim Sound setzt Beans & Alpacas weiterhin auf die bekannte akustische Grundlage des Landwirtschafts-Simulator 25. Im Mittelpunkt stehen die Geräusche unserer Maschinen, die Arbeitsabläufe auf dem Hof und die Umgebungsgeräusche der Spielwelt. Eine grundlegende Veränderung des Sounddesigns gehört nicht zu den Schwerpunkten der Erweiterung.

Gerade bei den landwirtschaftlichen Fahrzeugen bleibt die akustische Darstellung ein wichtiger Bestandteil des Spielerlebnisses. Wenn wir mit unseren Traktoren über die hügeligen Straßen fahren oder Maschinen auf den Feldern einsetzen, begleiten uns die gewohnten Motoren- und Arbeitsgeräusche. Die unterschiedlichen Fahrzeuge sorgen dabei für eine gewisse akustische Abwechslung, auch wenn sich das grundlegende Klangbild gegenüber dem Hauptspiel nicht wesentlich verändert.

Die neue Umgebung bietet durch ihre dichte Vegetation, die Tierwelt und die zahlreichen Produktionsstätten allerdings eine passende Grundlage für eine atmosphärische Geräuschkulisse. Besonders in den ländlichen Bereichen trägt das Zusammenspiel aus Maschinenbetrieb und Umgebung dazu bei, dass sich unsere Arbeit glaubwürdig in die Spielwelt einfügt.

Auch die neuen Tätigkeiten profitieren grundsätzlich von ihrer akustischen Einbindung. Das manuelle Ernten von Bananen, die Arbeit an den Verarbeitungsanlagen und der Umgang mit den Alpakas ergänzen die bekannten Abläufe. Allerdings stehen hier vor allem die neuen Animationen und Interaktionsmöglichkeiten im Vordergrund. Eine besonders umfangreiche Überarbeitung der Soundeffekte lässt sich aus den Neuerungen nicht erkennen.

© GIANTS Software

Ähnlich verhält es sich mit den Produktionsstätten. Die animierten Arbeitsabläufe vermitteln optisch ein lebendiges Bild, während das Sounddesign insgesamt eher zurückhaltend bleibt. Gerade bei den größeren Verarbeitungsbetrieben hätten zusätzliche, deutlich unterscheidbare Maschinengeräusche die Atmosphäre noch stärker unterstützen können.

Eine eigene musikalische Inszenierung spielt für die Erweiterung keine wesentliche Rolle. Stattdessen bleibt der Schwerpunkt auf den typischen Geräuschen der Landwirtschaft und der Umgebung. Das passt grundsätzlich zum simulationsorientierten Spielprinzip, auch wenn wir uns für die südamerikanische Region etwas mehr akustische Eigenständigkeit gewünscht hätten.

Insgesamt erfüllt der Sound damit seinen Zweck, ohne sich besonders hervorzutun. Während die Grafik mit der neuen Landschaft einen deutlich erkennbaren Schritt in eine andere Richtung macht, bleibt die akustische Präsentation näher am bekannten Hauptspiel. Hier hätte GIANTS Software die Gelegenheit nutzen können, Catuaí auch klanglich stärker von den bisherigen Regionen abzugrenzen.

The Review

Landwirtschafts-Simulator 25: Beans & Alpacas (PC)

Mit Beans & Alpacas erhält der Landwirtschafts-Simulator 25 eine abwechslungsreiche Erweiterung, die vor allem durch ihre neue Karte und die zusätzlichen landwirtschaftlichen Möglichkeiten überzeugt. Catuaí begeistert mit einer detaillierten tropischen Landschaft, während Kaffee- und Bananenanbau sowie die Alpakazucht für neue Arbeitsabläufe sorgen. Besonders die manuellen Tätigkeiten und zusätzlichen Produktionsketten bringen frischen Wind in den gewohnten Spielalltag. Kleinere Schwächen bei den Animationen und die teilweise bekannten Maschinen trüben den Gesamteindruck etwas. Wer allerdings neue Herausforderungen sucht und seinen landwirtschaftlichen Betrieb in einer völlig anderen Umgebung aufbauen möchte, bekommt mit Beans & Alpacas eine umfangreiche und gelungene Ergänzung.

PROS

  • Detaillierte und atmosphärische südamerikanische Landschaftsgestaltung
  • Kaffee- und Bananenanbau mit neuen Mechaniken
  • Alpakazucht mit manueller Schur und Interaktionen
  • Über 25 zusätzliche Maschinen und Geräte
  • Lebendige Ortschaft mit zahlreichen Details und zusätzlichen Aufgaben

CONS

  • Fehlende Arbeitsanimationen bei automatisierter Bananenernte
  • Wenig Neuerungen beim Sounddesign
  • Eingeschränkte Bewegungsfreiheit beim Führen der Alpakas
  • Kleine und hügelige Felder erschweren den Maschineneinsatz
Tags: Giants SoftwareLandwirtschafts-Simulator 25 (LS25)
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Paul Motek

Paul Motek

Motek ist Chefredakteur und Gründer dieses Online-Gaming Magazin. 2013 gründete er im Rahmen seiner Ausbildung das Gaming TV & Online Magazin G-activity, das heutige MotekGames und MotekTV. Motek ist Leidenschaftlicher Gamer, zockt gerne Sport und Simulationsspiele und ist begeisterter Fußball & Motorsport-Fan.

MotekGames ist ein deutsches Online Gaming Magazin für News und Reviews. Seit dem Jahr 2013 veröffentlicht die Redaktion aktuelle News & Tests, über PC-, Videospiele, eSport, Hardware, Klemmbausteine & Boardgames. Auch ist die Redaktion auf verschiedenen Events der Branche vertreten, wie zum Beispiel der gamescom, devcom, DEP, DCP, IFA, VBL oder IEM. Auch werden unsere News zweimal pro Woche als Podcast (bei iTunes, Amazon, Spotify, Deezer und Google) veröffentlicht und monatlich als TV-Format auf dem TV-Sender NRWision.

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