Vor wenigen Tagen sorgten Gerüchte über mögliche Herstellungskosten der PlayStation 6 für Diskussionen. Nun hat sich Sony erstmals allgemein zur zukünftigen Preisstrategie seiner Hardware geäußert. Dabei macht das Unternehmen deutlich, dass neue Konsolen grundsätzlich nicht mit hohen Verlusten verkauft werden sollen.
Im Rahmen einer Fragerunde mit Investoren hat Sony seine grundsätzliche Strategie zur Preisgestaltung zukünftiger Hardware erläutert. Zwar nannte das Unternehmen weder konkrete Details zur PlayStation 6 noch einen möglichen Verkaufspreis, machte aber deutlich, dass Konsolen künftig nicht mit erheblichen Verlusten verkauft werden sollen.
Sony-CEO Hideaki Nishino erklärte, dass die Hardware weiterhin die Grundlage des PlayStation-Ökosystems bilde. Gleichzeitig wolle das Unternehmen das Spielerlebnis auch über klassische Konsolen hinaus erweitern – etwa mit Geräten wie dem PlayStation Portal, das neue Nutzungsmöglichkeiten außerhalb des Wohnzimmers schaffen soll.
Mit Blick auf die Preisentwicklung verwies Nishino auf gestiegene Produktionskosten. Es sei nicht realistisch, sämtliche Mehrkosten bei den Komponenten selbst zu tragen. Deshalb habe Sony die Preise für verschiedene Hardware-Produkte in mehreren Regionen außerhalb Japans bereits angepasst. Nach Angaben des Unternehmens habe dies bislang keinen spürbaren Rückgang der Nachfrage verursacht.
Besonders deutlich fiel Nishinos Aussage zur künftigen Preisstrategie aus: Sony habe grundsätzlich nicht vor, Hardware mit erheblichen Verlusten zu verkaufen. Gleichzeitig beobachte das Unternehmen die Marktentwicklung genau und prüfe fortlaufend, wie sich Preis und Produktwert in Einklang bringen lassen.
In der Vergangenheit subventionierte Sony neue Konsolen häufig zum Marktstart und nahm zunächst Verluste in Kauf, um eine möglichst große Nutzerbasis aufzubauen. Gewinne wurden anschließend vor allem über Spieleverkäufe und digitale Dienste erzielt. Angesichts steigender Preise für Komponenten wie Arbeitsspeicher und Speicherchips könnte dieses Modell künftig jedoch schwieriger umzusetzen sein.
Zuletzt machten Gerüchte die Runde, wonach allein die Materialkosten der PlayStation 6 bereits bei rund 960 US-Dollar liegen sollen. Offiziell bestätigt wurden diese Informationen von Sony bislang nicht. Ebenso gibt es weiterhin keine Angaben zum möglichen Erscheinungstermin oder Preis der nächsten Konsolengeneration.

