Nach dem erfolgreichen Start von 007: First Light hat Amazon erstmals über die Zukunft der James-Bond-Spiele gesprochen. Dabei deutet sich an, dass der Konzern künftig stärker in die Entwicklung neuer Titel eingebunden sein könnte. Auslöser der Diskussion sind Aussagen von Jeff Gatis, General Manager von Amazon Gaming, in einem Interview mit Polygon.
Laut Gatis entstand die Vereinbarung zwischen den Rechteinhabern und IO Interactive bereits vor der Übernahme der James-Bond-Rechte durch Amazon. Deshalb habe Amazon bei 007: First Light keine vollständige Kontrolle über das Projekt gehabt. Zwar profitiere das Unternehmen inzwischen als Rechteinhaber von der Marke, die Entwicklung des Spiels sei jedoch unabhängig von Amazon gestartet worden.
Für kommende Spiele könnte sich das ändern. Gatis erklärte, dass zukünftige Projekte rund um James Bond voraussichtlich gemeinsam von MGM und Amazon Game Studios umgesetzt werden. Konkrete Spiele wurden dabei nicht angekündigt. Die Aussagen deuten jedoch darauf hin, dass Amazon künftig eine aktivere Rolle bei der Ausrichtung der Marke im Gaming-Bereich übernehmen möchte.
Die Bond-Pläne sind Teil einer größeren Strategie von Amazon. Das Unternehmen investiert zunehmend in Marken, die gleichzeitig für Spiele, Filme und Serien genutzt werden können. Bereits angekündigt sind unter anderem Projekte zu God of War und Tomb Raider. Insbesondere die geplante Tomb Raider-Serie für Prime Video soll eng mit den Videospielen der Marke verbunden werden.
Amazon sieht in der Verknüpfung verschiedener Medienformate großes Potenzial. Künftige Spiele könnten daher stärker mit Filmen oder Serien aus dem Prime-Video-Angebot verbunden werden. Ob dies auch für James Bond gilt, bleibt vorerst offen. Die jüngsten Aussagen zeigen jedoch, dass Amazon die Marke langfristig nicht nur als Filmreihe, sondern als umfassendes Unterhaltungsfranchise weiterentwickeln möchte.
Weitere Informationen zu möglichen neuen James Bond-Spielen wurden bislang nicht bekannt gegeben.

