Arkane Lyon steht vor dem Aus. Microsoft will das französische Studio hinter Dishonored und Deathloop schließen. Bis zum 13. November läuft allerdings noch die Suche nach einem Käufer. Das berichtet die französische Tageszeitung Le Monde. Rund 217 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.
Arkane Lyon: Französisches Recht verschafft dem Studio Zeit
Eine sofortige Schließung ist in Frankreich nicht möglich. Denn das sogenannte Florange-Gesetz verpflichtet Unternehmen mit mindestens 1.000 Beschäftigten, vor einer Standortschließung einen Käufer zu suchen. Deshalb läuft seit dem Sommer ein Konsultationsverfahren, das am 13. November endet. Laut Le Monde prüfen die Beteiligten dabei mehrere Modelle für eine Übernahme. Ob es einen ernsthaften Interessenten gibt, ist bislang offen.
Marvel’s Blade steht kurz vor dem Abschluss
Besonders bitter: Das aktuelle Projekt des Studios ist offenbar weit fortgeschritten. Arkane Lyon arbeitet seit Jahren an Marvel’s Blade, das Microsoft im Dezember 2023 enthüllt hat. Ein Gewerkschaftsvertreter sagte Le Monde, die Produktion befinde sich in der Endphase. Microsoft selbst erklärte gegenüber der Zeitung, man suche aktiv einen Partner für Entwicklung und Vermarktung von Blade.
Gleichzeitig üben Beschäftigte deutliche Kritik am Konzern. Sie werfen Microsoft einen respektlosen Umgang mit dem Team vor. Außerdem sehen sie sich als Kollateralschaden der neuen Xbox-Strategie.
Xbox baut weiter um
Die Pläne für Arkane Lyon fügen sich in einen größeren Umbau ein. Erste Berichte über ein mögliches Ende von Blade und Arkane gab es bereits im Juni. Seitdem hat Microsoft laut Push Square unter anderem Ninja Theory geschlossen und weitere Teams abgegeben. Zudem soll Xbox weitere Entlassungswellen bis Januar planen. Das Schwesterstudio Arkane Austin hatte Microsoft schon im Mai 2024 nach dem Flop von Redfall dichtgemacht.
Arkane Lyon: Wie es jetzt weitergeht
Bis zum 13. November entscheidet sich, ob das Studio weiterlebt. Findet sich ein Käufer, könnte Arkane Lyon Marvel’s Blade möglicherweise noch fertigstellen. Andernfalls droht die Schließung – nur wenige Tage nach dem Aus von BioWare bei EA.

