Schiffbruch, eine fremde Insel und niemand, der dir ständig sagt, wohin du als Nächstes laufen sollst: Asterfel von Entwickler und Publisher Mysteria Studio UG zeigt sich im GamingUp Showcase 2026 als Third-Person-Action-RPG, das sich an klassischen Rollenspielen der frühen 2000er Jahre orientiert. Als gestrandeter Außenseiter erkundest du eine offene Insel, triffst auf drei konkurrierende Fraktionen und entscheidest selbst, wem du dich anschließt. Kämpfen kannst du mit Schwertern, Bögen und magischen Runen, während die Geschichte rund um magische Minen, mutierte Kreaturen und einen erwachten alten Gott zunehmend größere Probleme für die Insel verursacht.
Asterfel verzichtet dabei bewusst auf eine Welt, die den Spieler permanent an die Hand nimmt. Statt einer klar vorgegebenen Route sollst du die Insel in deinem eigenen Tempo erkunden und selbst entscheiden, welche Aufgaben du annimmst und für welche Gruppen du arbeitest. Die eigene Entwicklung hängt entsprechend von den Entscheidungen während der Reise ab. Quests, Fraktionen, Ressourcen, Crafting und unterschiedliche Kampfstile sollen mehrere Möglichkeiten bieten, den eigenen Charakter aufzubauen.
Die Ausgangslage von Asterfel ist zunächst überschaubar. Dein Charakter strandet nach einem Schiffbruch auf der namensgebenden Insel und ist dort ein vollständiger Außenseiter. Damit besitzt du zunächst weder eine etablierte Position innerhalb der Gesellschaft noch eine feste Zugehörigkeit zu einer der Fraktionen. Wie sich dein Charakter anschließend entwickelt, bleibt weitgehend dir überlassen. Mysteria Studio beschreibt Asterfel als eine Welt, die dir keine feste Richtung vorgibt. Du kannst Aufgaben übernehmen, unterschiedliche Orte erkunden und selbst entscheiden, mit welchen Bewohnern und Gruppierungen du zusammenarbeiten möchtest. Dabei befindet sich die Insel bereits in einer schwierigen Lage. Die magischen Minen des Königs haben nicht nur Konflikte innerhalb der Bevölkerung ausgelöst. Durch den Bergbau sind mutierte Kreaturen entstanden und ein alter Gott wurde aus seinem Schlaf geweckt. Gleichzeitig verhalten sich Natur und Magie zunehmend unberechenbar und selbst die Toten beginnen, ihre Gräber zu verlassen. Damit trifft der politische Konflikt der Insel auf eine übernatürliche Bedrohung.
Besonders wichtig sind die drei Fraktionen, denen du während deiner Reise begegnest. Die Crown Wardens stehen auf der Seite des Königs und bilden dessen bewaffneten Arm. Ihnen gegenüber stehen die Kindred, eine Gruppe von Rebellen, die die Arbeiter aus den ausbeuterischen Minen des Königs befreien möchte. Die dritte Gruppierung sind die Scholars. Diese Magier interessieren sich insbesondere für die Magie der Insel und wollen mehr über deren Auswirkungen auf das Land herausfinden. Damit vertreten die drei Fraktionen unterschiedliche Interessen innerhalb desselben Konflikts.
Du musst dich allerdings nicht sofort vollständig einer Seite verschreiben. Laut Mysteria Studio kannst du dich entscheiden, mit welcher Gruppierung du zusammenarbeiten möchtest oder zunächst deine Dienste mehreren Fraktionen anbieten. Über die einzelnen Gruppen erfährst du gleichzeitig mehr über die Geschichte der Insel und ihre aktuellen Probleme. Welche Seite du unterstützt und welche Entscheidungen du während der jeweiligen Quests triffst, soll schließlich mitbestimmen, welchen Weg dein Charakter nimmt und wie sich die Geschichte entwickelt.
Auch beim Kampfsystem möchte Asterfel möglichst viel Freiheit bieten. Statt deinen Charakter ausschließlich auf eine einzige Kampfweise festzulegen, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Im Nahkampf kannst du Schwerter einsetzen, während Bögen den Kampf aus der Distanz ermöglichen. Hinzu kommen magische Runen, mit denen Zaubersprüche gewirkt werden können. Diese Kampfstile lassen sich miteinander kombinieren. Dadurch kannst du beispielsweise Nahkampf und Magie verbinden oder Gegner hauptsächlich aus der Distanz bekämpfen. Die jeweiligen Fähigkeiten können im Laufe des Spiels verbessert werden. Damit hängt die Entwicklung des Charakters auch davon ab, welche Spielweise du bevorzugst. Asterfel möchte nicht vorschreiben, ob aus dem gestrandeten Außenseiter am Ende ein klassischer Krieger, Fernkämpfer oder Magier wird. Mysteria Studio beschreibt das Kampfsystem dabei ausdrücklich als einen der zentralen Bestandteile des Action-RPGs.
Asterfel setzt auf eine offene Spielwelt, die aus unterschiedlichen Regionen besteht. Dabei soll die Insel nicht nur aus den typischen grünen Landschaften eines mittelalterlichen Fantasy-RPGs bestehen. Bestätigt sind unter anderem trockene Landschaften, dichte Dschungel und alte Ruinen. Diese Gebiete können grundsätzlich im eigenen Tempo erkundet werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Ort von Beginn an gleich einfach erreichbar ist. Asterfel verwendet keine klassische Grenze, die bestimmte Regionen vollständig versperrt. Stattdessen steigt die Gefahr, je weiter du dich in die Welt hinauswagst. Weiter entfernte Gebiete werden von stärkeren Gegnern bevölkert. Wer bereits früh versucht, tief in gefährlichere Regionen vorzudringen, kann dies entsprechend tun – muss allerdings mit deutlich stärkeren Gegnern rechnen. Damit übernimmt die Stärke der Gegner einen Teil der natürlichen Progression. Statt einer unsichtbaren Wand signalisiert dir die Spielwelt selbst, dass dein Charakter für bestimmte Gebiete möglicherweise noch nicht ausreichend vorbereitet ist. Nach zusätzlichem Training, besserer Ausrüstung oder neuen Fähigkeiten kannst du später zurückkehren und einen weiteren Versuch starten.
Die Erkundung ist gleichzeitig mit dem Fortschritt des eigenen Charakters verbunden. Während deiner Reise kannst du Ressourcen sammeln und eigene Ausrüstung herstellen. Das Crafting gehört damit neben Quests, Fraktionen und Kämpfen zu den grundlegenden RPG-Systemen von Asterfel. Gerade in Verbindung mit den schwierigeren Regionen bekommt die Ausrüstung eine entsprechende Bedeutung. Wer weiter in die Insel vordringen möchte, muss seinen Charakter auf die dort wartenden Herausforderungen vorbereiten. Dazu gehören verbesserte Fähigkeiten ebenso wie passende Ausrüstung und ein Kampfstil, mit dem du gegen die jeweiligen Gegner bestehen kannst. Das Spiel ist dabei vollständig auf Singleplayer ausgelegt. Einen Koop- oder Multiplayer-Modus führt Mysteria Studio derzeit nicht auf.
Mysteria Studio nennt für Asterfel ausdrücklich klassische Rollenspiele der frühen 2000er Jahre als Inspiration. Das zeigt sich vor allem bei der Struktur der Spielwelt. Statt permanenten Markierungen und einer klar vorgegebenen Reihenfolge soll die eigene Erkundung stärker im Mittelpunkt stehen. Spieler müssen sich mit der Welt, ihren Bewohnern und den unterschiedlichen Fraktionen beschäftigen und selbst entscheiden, welchem Weg sie folgen. Auch atmosphärisch schlägt das Spiel eine entsprechende Richtung ein. Mysteria Studio beschreibt die offene Welt ausdrücklich mit einer „Gothic-like atmosphere“. Dabei verbindet das Studio mittelalterliche und Low-Fantasy-Elemente mit einer düsteren Insel, auf der politische Konflikte, gefährliche Magie und übernatürliche Bedrohungen aufeinandertreffen. Das Ziel der eigenen Reise ist ebenfalls nicht vollständig vorgegeben. Der Spieler soll mitentscheiden, was aus Asterfel wird und ob sich die Probleme der Insel überhaupt noch lösen lassen.
Wer Asterfel bereits vor der Veröffentlichung ausprobieren möchte, bekommt dazu aktuell die Gelegenheit. Mysteria Studio startete am 17. April 2026 einen offenen Alpha-Playtest über Steam. Bereits wenige Tage später folgte ein erstes Update, das unter anderem auf Probleme einging, die von Spielern während des Tests gemeldet wurden. Über die Steam-Seite kann weiterhin Zugriff auf den Asterfel Playtest angefordert werden. Spieler werden benachrichtigt, sobald Mysteria Studio weitere Teilnehmer zulässt. Das Studio nutzt die Testphase damit bereits deutlich vor der Veröffentlichung, um Feedback zur weiteren Entwicklung zu sammeln.
Ein konkreter Veröffentlichungstermin wurde bislang nicht bekannt gegeben.

