Electronic Arts hat mit EA Advertising eine neue Unternehmenssparte vorgestellt. Ziel ist es, Marken und Werbepartnern zusätzliche Möglichkeiten zu bieten, ihre Produkte und Kampagnen in Spielen und Plattformen des Publishers zu integrieren. Nach Angaben von EA sollen Unternehmen künftig einfacher mit bekannten Marken und Spielereihen des Konzerns zusammenarbeiten können.
Ein Schwerpunkt von EA Advertising liegt auf sogenannten In-Game-Integrationen. Dabei können Marken auf verschiedene Weise in Spiele eingebunden werden, beispielsweise über virtuelle Werbeflächen in Stadien, gesponserte Inhalte, spezielle Herausforderungen oder individuelle Ingame-Gegenstände. Darüber hinaus nennt EA auch Werbeformen wie gesponserte Wiederholungen oder Einblendungen, die an Übertragungen realer Sportveranstaltungen erinnern. Laut dem Unternehmen sollen diese Maßnahmen das Spielerlebnis ergänzen und nicht störend wirken.
EA Advertising konzentriert sich auf die Bereiche In-Game Integration, In-Game Media sowie IRL & Experiential. Während sich die ersten beiden Kategorien auf Werbeformate innerhalb von Spielen beziehen, umfasst der dritte Bereich Kooperationen bei realen Veranstaltungen, Marketingaktionen und Events rund um bekannte EA-Marken.
Werbepartnerschaften gehören bereits seit Jahren zum Geschäftsmodell von Electronic Arts. In EA Sports FC waren in der Vergangenheit unter anderem Kooperationen mit Visa oder Red Bull zu sehen. Auch Die Sims erhielt bereits Inhalte und Gegenstände in Zusammenarbeit mit verschiedenen Mode- und Lifestyle-Marken. Mit der Gründung einer eigenen Werbe-Sparte dürfte EA diese Aktivitäten künftig jedoch deutlich stärker ausbauen.
Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit, in der alternative Finanzierungsmodelle in der Spielebranche verstärkt diskutiert werden. Zuletzt hatten sowohl Xbox-Manager Matthew Ball als auch der ehemalige BioWare-Entwickler Mark Darrah über neue Möglichkeiten gesprochen, Spiele über Werbung und Produktplatzierungen mitzufinanzieren. Wie stark die neuen Werbeformate künftig in EA-Spielen sichtbar sein werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass Markenkooperationen künftig eine noch größere Rolle innerhalb des EA-Portfolios spielen könnten.

