Ein verlassenes Dorf liegt vollständig unter Wasser, seine Bewohner sind längst verschwunden, doch seine Vergangenheit ist noch immer erreichbar. Echoes of Mora zeigt sich im GamingUp Showcase 2026 mit einem neuen Trailer und verbindet die Erkundung einer versunkenen Welt mit Rätseln, Zeitreisen und der Suche nach einem verschwundenen Jungen. Das narrative Adventure von Selkies Interactive erzählt die Geschichte der jungen Mora, deren Bruder in der Nähe eines geheimnisvollen violetten Sees verschwindet. Während Mora in der Vergangenheit nach ihm sucht, erkundest du dasselbe Gebiet zu einem späteren Zeitpunkt: Das Dorf ist inzwischen vollständig überflutet und verlassen. Über sogenannte Echoes kannst du jedoch einen Blick zurück in die Zeit werfen und direkt mit Mora kommunizieren. Informationen, die du in den versunkenen Ruinen findest, können ihr in der Vergangenheit helfen. Dadurch sollen sich nicht nur einzelne Ereignisse verändern lassen, deine Handlungen können auch Einfluss auf das Schicksal des gesamten Dorfes und den Verlauf der Flut nehmen.
Ein zentraler Bestandteil von Echoes of Mora ist die Erkundung der versunkenen Siedlung. Aus der First-Person-Perspektive bewegst du dich frei durch die überfluteten Gebäude und Straßen und suchst nach Gegenständen und Hinweisen. Dabei soll das Dorf selbst einen großen Teil seiner Geschichte erzählen. Zurückgelassene Objekte und die Umgebung geben Hinweise darauf, wie die Menschen hier gelebt haben und welche Ereignisse schließlich zur Katastrophe geführt haben.
Die Unterwasserwelt dient damit nicht nur als Kulisse. Versteckte Objekte müssen gefunden und Umgebungsrätsel gelöst werden, um neue Informationen über das Dorf und Moras verschwundenen Bruder zu erhalten. Gleichzeitig kennt der Spieler das Dorf zunächst nur in seinem zerstörten Zustand. Wie die Orte vor der Überschwemmung aussahen und was dort tatsächlich geschehen ist, zeigt sich erst durch die zweite zentrale Mechanik des Spiels.
Während der Erkundung können sogenannte Echoes freigeschaltet werden. Dabei handelt es sich um Zeitportale, durch die du Ereignisse vor der Überschwemmung beobachten kannst. Das gleiche Dorf zeigt sich dort in einem vollkommen anderen Zustand. Gebäude stehen noch an ihrem ursprünglichen Platz und die Bewohner gehen ihrem Alltag nach. Du kannst Gesprächen lauschen und dadurch Informationen sammeln, die in der Gegenwart längst verloren gegangen sind.
Die Vergangenheit ist allerdings nicht nur eine Art Rückblende. Du kannst direkt mit Mora kommunizieren und ihr Hinweise übermitteln, die du in der versunkenen Zukunft gefunden hast. Dadurch entsteht ein Zusammenspiel zwischen zwei Zeitebenen: In der Gegenwart entdeckst du die Folgen vergangener Ereignisse und nutzt dieses Wissen anschließend, um Mora bei ihrer Suche in der Vergangenheit zu unterstützen. Entscheidungen und gefundene Hinweise können dabei Auswirkungen auf den weiteren Verlauf haben. Steam führt Echoes of Mora entsprechend auch mit bedeutungsvollen Entscheidungen und mehreren Enden.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Beziehung zwischen Mora und ihrem Bruder. Dieser verschwindet in der Nähe eines als verflucht beschriebenen violetten Sees. Mora macht sich daraufhin auf die Suche nach ihm. Gleichzeitig beginnt der Wasserspiegel des Sees immer weiter anzusteigen und entwickelt sich zunehmend zu einer Bedrohung für das nahegelegene Dorf. Der Spieler kennt das Ergebnis zumindest teilweise bereits: Bei der eigenen Erkundung befindet sich das Dorf schließlich komplett unter Wasser. Warum es zur Überschwemmung kam, was mit Moras Bruder geschehen ist und ob sich das Schicksal der Bewohner noch verändern lässt, gehören zu den zentralen Fragen der Handlung.
Gerade durch die beiden Zeitebenen sollen Informationen eine andere Bedeutung bekommen. Ein scheinbar unbedeutender Gegenstand in der versunkenen Welt kann beispielsweise einen Hinweis darauf geben, was Jahrzehnte zuvor an derselben Stelle passiert ist.
Eine weitere Besonderheit von Echoes of Mora ist die optionale VR-Unterstützung. Das Adventure wurde nicht ausschließlich als klassisches PC-Spiel oder als separates VR-Projekt entwickelt. Stattdessen werden beide Spielweisen miteinander verbunden.
Auf dem PC kann Echoes of Mora regulär mit Maus und Tastatur oder einem Controller gespielt werden. Wer ein kompatibles VR-Headset besitzt, kann die Unterwasserwelt alternativ in Virtual Reality erkunden. Unterstützt werden SteamVR und Meta Quest Link; als getestete Geräte nennt Selkies Interactive unter anderem Meta Quest 2 und 3 sowie HTC Vive. Für die Bewegung unter Wasser kommt im VR-Modus ein auf Motion Tracking basierendes Schwimmsystem zum Einsatz. Die Armbewegungen werden dabei zum Schwimmen durch die Umgebung verwendet.
Interessant ist außerdem, dass PC- und VR-Modus nicht voneinander getrennt sind. Während derselben Spielsitzung kann zwischen klassischer Darstellung und VR gewechselt werden. Der Fortschritt bleibt dabei erhalten. Wer kein VR-Headset besitzt, benötigt dieses entsprechend nicht, um Echoes of Mora vollständig spielen zu können.
Wer selbst in das versunkene Dorf abtauchen möchte, muss nicht bis zur Veröffentlichung warten. Auf Steam steht bereits eine kostenlose Demo von Echoes of Mora zum Download bereit.
Entwickelt und veröffentlicht wird das Spiel von Selkies Interactive. Echoes of Mora ist gleichzeitig das Debütprojekt des Studios. Die vollständige Veröffentlichung ist aktuell für das dritte Quartal 2026 auf PC geplant.

