Rund um einen möglichen Verkauf von Electronic Arts an eine Investorengruppe mit Beteiligung des saudischen Staatsfonds PIF formiert sich Widerstand aus der Gaming-Community. Für den 11. Mai wurde ein Protest vor der Firmenzentrale von EA im kalifornischen Redwood City angekündigt.
Organisiert wird die Aktion von der Gruppe „The Players Alliance“. Die Demonstration soll laut Veranstaltern am Hauptsitz von EA stattfinden und zusätzlich live auf Twitch übertragen werden.
Kritik an möglichem Milliarden-Deal
Im Mittelpunkt der Proteste steht ein geplanter Kauf von Electronic Arts, der laut Berichten ein Volumen von rund 55 Milliarden US-Dollar haben könnte. Kritiker befürchten unter anderem stärkeren Einsatz von KI, Stellenabbau bei Entwicklerstudios und aggressivere Monetarisierung in Spielen.
Die Organisatoren werfen dem möglichen Käuferkonsortium vor, wirtschaftliche Interessen über kreative Entwicklung und Spielerinteressen zu stellen.
Geplante Aktion vor EA-Zentrale
Laut Veranstaltern sollen Teilnehmer in Cosplays bekannter Videospielcharaktere auftreten und symbolisch die EA-Zentrale „raiden“. Geplant ist unter anderem eine große Schriftrolle mit angeblich mehr als 70.000 Unterschriften gegen den Deal.
Zusätzlich soll es eine Inszenierung rund um Lootboxen geben. Dabei wollen die Veranstalter symbolisch auf mögliche Folgen eines Verkaufs aufmerksam machen, darunter Entlassungen, Studioschließungen und stärkere Monetarisierungsmodelle.
Politiker fordern Prüfung des Deals
Währenddessen wächst auch in den USA die politische Aufmerksamkeit rund um den möglichen Verkauf. Berichten zufolge haben sich mehrere US-Abgeordnete dafür ausgesprochen, dass die Federal Trade Commission (FTC) die geplante Übernahme genauer untersucht.
Electronic Arts selbst hatte zuvor erklärt, dass kreative Freiheit und die Ausrichtung auf Spieler auch bei einem Eigentümerwechsel erhalten bleiben sollen.

