Ein gesunkener Öltanker, eine auf sich allein gestellte Crew und etwas Unbekanntes unter der Wasseroberfläche: KEROGEN von Entwickler und Publisher Zartbitter Games zeigt im GamingUp Showcase 2026 einen neuen Einblick in sein psychologisches First-Person-Horror-Mystery. Als Drone Operator wirst du gezwungen, einen gesunkenen Öltanker zu untersuchen, während sich die Situation an Bord der ATLAS zunehmend zuspitzt und die Grenzen zwischen Erinnerungen und Realität verschwimmen.
KEROGEN setzt dabei nicht auf ein langes Survival-Horror-Abenteuer. Stattdessen konzentriert sich das Spiel auf eine kompakte, narrative Erfahrung mit einer geplanten Spielzeit von ungefähr zwei Stunden. Die Geschichte, das Geheimnis der ATLAS und die psychische Verfassung der Hauptfigur stehen entsprechend im Mittelpunkt. Optisch greift Zartbitter Games den Stil früher 3D-Spiele auf. Niedrig aufgelöste Texturen und kantige Modelle sorgen für eine bewusst grobe PSX-Ästhetik, während die industrielle Architektur des Öltankers und die Tiefen des Schwarzen Meeres den Schauplatz bestimmen.
Im Zentrum der Geschichte steht die ATLAS, ein Öltanker mit einer kleinen Crew, der auf dem Schwarzen Meer in Schwierigkeiten geraten ist. Die Besatzung setzt einen Hilferuf ab, doch schon die Ausgangssituation deutet darauf hin, dass es sich nicht einfach um einen gewöhnlichen Seenotfall handelt. Über den Wolken erscheint Elmsfeuer, während sich unter der Wasseroberfläche schwarze Kreaturen bewegen. Gleichzeitig steigen die Spannungen innerhalb der verbliebenen Crew. Du übernimmst dabei nicht unmittelbar eines der Besatzungsmitglieder. Die Hauptfigur ist ein gestrandeter Drone Operator, der den untergegangenen Tanker untersuchen muss. Dafür geht es hinab in eine industrielle Unterwasserwelt aus Stahl, Maschinen und den Überresten des Schiffs. Während der Erkundung wird nach und nach deutlicher, dass auch mit der Hauptfigur selbst etwas nicht stimmt.
Zartbitter Games spricht von einem Protagonisten, der zwischen zwei Körpern gefangen ist. Wie genau diese beiden Körper miteinander verbunden sind und was zu diesem Zustand geführt hat, gehört zum zentralen Mystery-Aspekt von KEROGEN.
Die Geschichte wird nicht ausschließlich über klassische Dialoge erzählt. Einen wichtigen Bestandteil bilden die nur teilweise wiederhergestellten Erinnerungen der Hauptfigur. Diese Erinnerungen sind gleichzeitig mit dem Gameplay verbunden. Sie können eingesetzt werden, um die Umgebung zu beeinflussen und dadurch bei der Untersuchung des Tankers weiterzukommen. Zartbitter Games verbindet damit die psychische Verfassung des Protagonisten direkt mit der Erkundung der Spielwelt. Im Laufe des Spiels soll sich dadurch Stück für Stück rekonstruieren lassen, was auf der ATLAS passiert ist und welche Rolle der Drone Operator bei den Ereignissen spielt. Gleichzeitig verschlechtert sich die Situation der Crew. Die Besatzungsmitglieder stehen zunehmend unter Druck und die Spannungen zwischen ihnen nehmen zu. Die Erkundung des Wracks und die Ereignisse rund um die verbliebenen Personen bilden damit zwei miteinander verbundene Teile der Geschichte. KEROGEN wird auf Steam entsprechend nicht nur als Horror-Spiel, sondern auch mit Begriffen wie Mystery, Exploration, Narrative, Psychological und Interactive Fiction beschrieben.
Auch das Setting unterscheidet KEROGEN von vielen klassischen Horror-Spielen. Statt eines verlassenen Hauses, einer Raumstation oder einer gewöhnlichen Unterwasseranlage steht ein Öltanker im Mittelpunkt. Die industrielle Architektur des Schiffs soll dabei einen wesentlichen Teil der Atmosphäre ausmachen. Enge Bereiche, Maschinen und technische Anlagen treffen auf das offene Meer außerhalb des Wracks. Der Öltanker ist zudem nicht nur Schauplatz. Bereits die Beschreibung des Spiels verbindet Öl und Meer miteinander und deutet an, dass sich unter der Wasseroberfläche etwas bewegt. Welche Bedeutung diese schwarzen Kreaturen besitzen, verrät Zartbitter Games bislang nicht. Auch Stealth gehört zu den auf Steam aufgeführten Spielelementen. Gleichzeitig handelt es sich nicht um einen klassischen Shooter. Die derzeitige Beschreibung konzentriert sich stattdessen auf Erkundung, Mystery und psychologischen Horror. Der Spieler soll dadurch immer weiter in die industrielle Unterwasserarchitektur der ATLAS vordringen und gleichzeitig herausfinden, was mit dem Schiff, seiner Besatzung und der eigenen Hauptfigur geschehen ist.
Visuell setzt KEROGEN bewusst auf einen Retro-Stil. Zartbitter Games bezeichnet die Darstellung selbst als PSX-Grafik und orientiert sich damit an der frühen 3D-Ära der ersten PlayStation. Die reduzierte Darstellung wird mit moderner Lichtsetzung und dem Unterwasser-Szenario kombiniert. Dadurch entsteht keine direkte Nachbildung eines bestimmten Spiels aus den 1990er-Jahren, sondern eine moderne Interpretation der damaligen 3D-Optik. Das passt auch zum geplanten Umfang. KEROGEN soll keine dutzende Stunden lange Horror-Kampagne werden. Zartbitter Games nennt für die Geschichte eine Dauer von ungefähr zwei Stunden. Damit konzentriert sich das Projekt auf einen überschaubaren Handlungsbogen rund um die ATLAS und das Geheimnis des Drone Operators. Die Inhalte richten sich dabei ausdrücklich an ein erwachsenes Publikum. Zartbitter Games weist unter anderem auf Darstellungen von psychischem Verfall, Leichen, Gewalt, Tod und Body Dysphoria hin.
Entwickelt und veröffentlicht wird KEROGEN von Zartbitter Games. Aktuell ist das psychologische Horror-Spiel für Windows-PC angekündigt und als reines Singleplayer-Erlebnis ausgelegt. Die Benutzeroberfläche und Untertitel sollen sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar sein.
KEROGEN soll im ersten Quartal 2027 über Steam erscheinen.

