Steigende Preise für Arbeitsspeicher könnten die Technikbranche noch über Jahre begleiten. Davon geht Lenovo aus, wie das Unternehmen im Rahmen einer Präsentation auf der ISC 2026 erklärte. Demnach ist kurzfristig nicht mit einer Rückkehr zu den Preisniveaus der vergangenen Jahre zu rechnen.
Laut einem Bericht von ComputerBase geht Lenovo davon aus, dass sich die aktuellen Preise für DRAM-Speicher langfristig auf einem höheren Niveau einpendeln werden. Die Aussage, dass die Preise „nie wieder“ auf das frühere Niveau zurückkehren würden, sei zwar etwas überspitzt formuliert worden. Dennoch rechnet das Unternehmen damit, dass die erhöhten Kosten mindestens in den kommenden fünf Jahren bestehen bleiben.
Erst ab etwa 2030 könnte sich laut den Prognosen ein neues Preisniveau etablieren. Allerdings sollen die Speicherpreise auch dann weiterhin deutlich über denen der Jahre 2024 und 2025 liegen. Dabei berücksichtigt Lenovo bereits den geplanten Ausbau neuer Produktionskapazitäten, der ab 2028 erfolgen soll.
Die Entwicklung könnte sich auch auf den Gaming-Markt auswirken. In den vergangenen Monaten sind die Preise verschiedener Hardware-Produkte bereits gestiegen. Microsoft hat zuletzt die Preise mehrerer Xbox-Konsolen erhöht, während Valve seine neue Steam Machine mit einem Einstiegspreis von über 1.000 US-Dollar angekündigt hat. Auch Apple hat zuletzt Preiserhöhungen für mehrere Produkte bekannt gegeben.
Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, dürften höhere Speicherkosten auch künftig Einfluss auf die Preise neuer PCs, Konsolen und weiterer Technikprodukte haben.

