Nach den angekündigten Stellenstreichungen bei Ubisoft Barcelona haben Mitarbeiter des Studios Streikmaßnahmen angekündigt. Organisiert werden diese vom Video Game Union Coordinating Committee und sollen sich über einen Zeitraum von drei Wochen erstrecken.
Geplant sind insgesamt sechs Arbeitsniederlegungen. Diese sollen jeweils dienstags und donnerstags am Nachmittag zwischen dem 30. Juni und dem 16. Juli stattfinden. Auslöser der Proteste ist die jüngste Umstrukturierung bei Ubisoft. Anfang des Monats hatte das Unternehmen angekündigt, 51 Stellen am Standort Barcelona abzubauen. Das entspricht rund 28 Prozent der Belegschaft des Studios.
Mit den Streiks verfolgt die Belegschaft mehrere Forderungen. Dazu gehören Verhandlungen über den Erhalt der betroffenen Arbeitsplätze, ein Schutz vor weiteren betriebsbedingten Kündigungen für mindestens fünf Jahre sowie die Umsetzung bereits vereinbarter interner Beförderungen. Darüber hinaus fordern die Mitarbeiter die Rückkehr zum bisherigen Homeoffice-Modell mit bis zu 60 Prozent mobiler Arbeit pro Monat. Außerdem verlangen sie eine Überarbeitung des Gehaltsentwicklungsplans sowie Verbesserungen bei den Sozialleistungen.
Die Stellenstreichungen in Barcelona sind Teil einer größeren Restrukturierung bei Ubisoft. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden auch die Standorte Ubisoft Winnipeg und Ubisoft Belgrad geschlossen. Insgesamt sind nach bisherigen Angaben rund 380 Beschäftigte von den Einsparungen betroffen.

