Zu Mass Effect 5 gibt es neue Vorwürfe: Das Team soll Vielfalt und Inklusivität nach der EA-Übernahme zurückgefahren haben. Das berichten anonyme, entlassene BioWare-Mitarbeiter. EA hat sich dazu bislang nicht geäußert, die Angaben sind daher unbestätigt.
Was wird behauptet?
Der französische Sender BFM Tech berichtet unter Berufung auf ehemalige BioWare-Angestellte. Demnach wurde eine Flagge, die einer Pride-Flagge ähnelte, aus einer Demo entfernt. Diese Demo wurde dem EA-Management gezeigt. Eine Quelle nennt als Grund die Sorge vor Reibereien zwischen Studio und Führung. Reporter Sylvain Trinel sagt, es sei darum gegangen, negatives Feedback konservativer Führungskräfte zu vermeiden. Inklusive Inhalte sollten laut ihm nicht versteckt werden.
Der Hintergrund: Saudische Übernahme
EA gehört inzwischen einem Konsortium, zu dem der saudische Public Investment Fund, Silver Lake und Affinity Partners gehören. Kotaku hatte schon im August berichtet, dass die Chefetage den Mitarbeitern zugesichert habe, die neuen Eigentümer würden keine kreativen Entscheidungen treffen. Trotzdem befürchteten Beschäftigte, dass queere Figuren und Themen künftig schwerer durchsetzbar sein könnten.
Was ist mit Mass Effect 5 passiert?
BioWare wurde inzwischen geschlossen. Nach den BFM-Quellen war das Projekt weit fortgeschritten und sollte Ende 2028 erscheinen. Die Präsentation vor der neuen Führung überzeugte jedoch nicht, danach wurde es eingestellt. Fans starten deshalb Aktionen, um die Reihe zu retten.
Beweise für die Vorwürfe liegen nicht vor. Sie passen aber in die Debatte um die EA-Eigentümer und die BioWare-Schließung.

