Verwinkelte Labyrinthe, tödliche Fallen und jede Menge Geheimnisse: Mazestalker: The Veil of Silenos zeigt sich im GamingUp Showcase 2026 mit einem neuen Trailer. Entwickelt und veröffentlicht wird das isometrische Action-RPG vom österreichischen Soloentwickler Florian-Silvester Kraner, der mit dem Projekt bewusst an klassische Abenteuer der 16-Bit-Ära anknüpft. Im Mittelpunkt stehen handgefertigte Dungeon-Labyrinthe, Erkundung, Kämpfe und Rätsel. Dabei führt die Reise in das verlorene Reich Ebuzond. Die neugierige Schatzjägerin Yve Allard macht sich auf die Suche nach Orten und Geheimnissen, die noch nicht längst von anderen Abenteurern entdeckt wurden. Was zunächst nach der nächsten Expedition aussieht, entwickelt sich zu einer Reise durch ein abgeschottetes Land voller alter Mysterien.
Mazestalker orientiert sich dabei nicht nur optisch an älteren Action-RPGs. Auch beim Aufbau der Spielwelt und der Dungeons greift das Projekt Ideen auf, die an die 16-Bit-Zeit erinnern sollen, kombiniert diese jedoch mit einer dreidimensionalen isometrischen Darstellung.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Yve Allard, eine Schatzjägerin, die eigentlich ein vergleichsweise einfaches Leben auf der Straße bevorzugt. Allerdings hat sie ein Problem: Die Welt scheint bereits vollständig entdeckt worden zu sein. Bekannte Orte sind erschlossen und selbst Abenteuer werden zunehmend zu vorhersehbaren Attraktionen. Für eine Schatzjägerin, die tatsächlich etwas Neues entdecken möchte, bleibt damit immer weniger übrig. Das ändert sich mit ihrer Reise nach Ebuzond. Das verlorene Reich bietet Yve genau das, wonach sie gesucht hat: unbekannte Orte, alte Geheimnisse und Dungeon-Labyrinthe, deren Gefahren nicht für Besucher vorbereitet wurden.
Begleitet wird Yve dabei von Wotton. Hinter dem Namen verbirgt sich eine ehemalige Gottheit, die sich mittlerweile in einer Flasche befindet. Gemeinsam erkunden die beiden Ebuzond und versuchen, dessen Vergangenheit und Geheimnisse aufzudecken. Damit verbindet Mazestalker die eigentliche Schatzsuche mit einer größeren Geschichte rund um das verschwundene Reich.
Eines der zentralen Elemente von Mazestalker sind die isometrischen Dungeon-Labyrinthe. Dabei setzt Florian-Silvester Kraner bewusst auf handgefertigte Umgebungen und nicht auf zufällig zusammengesetzte Level. Die Perspektive ist ein wichtiger Bestandteil des Leveldesigns. Wege verlaufen über verschiedene Höhenebenen, während Treppen, Plattformen und andere Strukturen ineinandergreifen. Die offizielle Beschreibung spricht von Escher-artigen Labyrinthen, bei denen auch die Wahrnehmung des Spielers gefordert werden soll. In den Dungeons warten versteckte Wege, Fallen und Gegner. Wer lediglich dem offensichtlichsten Pfad folgt, soll entsprechend nicht alles entdecken.
Mazestalker verbindet dabei drei wesentliche Gameplay-Bereiche miteinander: Platforming, Kämpfe und Rätsel. Während der Erkundung musst du deshalb nicht nur den richtigen Weg durch die Labyrinthe finden, sondern auch Hindernisse überwinden und dich gegen Gegner behaupten. Auch das eigene Inventar muss auf dem Weg durch die gefährlichen Gebiete verwaltet werden. Welche Ausrüstung und Gegenstände du mitnimmst, gehört damit ebenfalls zur Vorbereitung auf die Expeditionen.
Für eine Schatzjägerin dürfen natürlich auch die eigentlichen Schätze nicht fehlen. In Mazestalker sollen mehr als 100 unterschiedliche Schätze gefunden werden können. Diese befinden sich nicht ausschließlich direkt auf dem Hauptweg. Die Erkundung der Labyrinthe und der Oberwelt soll sich deshalb auch für Spieler lohnen, die abseits der offensichtlichsten Route nach versteckten Bereichen suchen. Außerhalb der Dungeons öffnet sich eine farbenfrohere Oberwelt. Sie verbindet die einzelnen Bereiche von Ebuzond miteinander und enthält ebenfalls Geheimnisse und Orte, die entdeckt werden können. Damit entsteht ein Wechsel zwischen der Erkundung der Oberwelt und den deutlich stärker auf Herausforderungen ausgelegten Dungeon-Labyrinthen. Das Konzept orientiert sich bewusst an älteren Action-RPGs, bei denen Spieler nicht permanent durch Markierungen oder umfangreiche Hilfesysteme zum nächsten Ziel geführt wurden. Stattdessen soll das eigene Erkunden wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.
Die Verbindung zur 16-Bit-Ära zeigt sich nicht nur beim Gameplay. Auch musikalisch orientiert sich Mazestalker an dieser Zeit. Der Soundtrack ist ausdrücklich vom Sega Mega Drive beziehungsweise Sega Genesis inspiriert und setzt entsprechend auf einen 16-Bit-Retro-Stil. Gleichzeitig handelt es sich optisch nicht um ein klassisches Pixel-Art-Spiel. Mazestalker setzt auf stilisierte dreidimensionale Umgebungen und kombiniert diese mit der isometrischen Perspektive.
Florian-Silvester Kraner verfolgt mit dem Projekt bewusst die Idee, ältere Designansätze wieder aufzugreifen. Auf der offiziellen Webseite beschreibt der Entwickler die grundlegende Mission hinter Mazestalker damit, einen Blick auf Designmuster zu werfen, die durch die schnelle technische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte teilweise zurückgelassen wurden. Das Spiel soll deshalb keine reine Kopie eines bestimmten Klassikers werden, sondern verschiedene Ansätze älterer Action-RPGs in einem neuen Projekt zusammenführen.
Wer selbst einen ersten Blick auf die Labyrinthe von Ebuzond werfen möchte, kann Mazestalker bereits ausprobieren. Für das Spiel steht eine kostenlose Demo auf Steam bereit. Die Demo wurde erstmals im April 2025 veröffentlicht und im Laufe der Entwicklung weiter aktualisiert.

