Kämpfen, eine Basis errichten und Arbeiter über kybernetische Implantate kontrollieren: OfMiceAndMechs von Entwickler MarxMustermann und Publisher Ivy Juice Games zeigt sich im GamingUp Showcase 2026 als ungewöhnliche Mischung aus Roguelike, Base Building und Factory Automation. In einer dystopischen Cyberpunk-Welt kämpfst du dich selbst durch gefährliche Gebiete, während deine Basis im Hintergrund die Ressourcen produziert, die du für deinen weiteren Fortschritt benötigst.
Dabei treffen zwei unterschiedliche Spielebenen aufeinander. Einerseits kontrollierst du deinen eigenen Charakter und musst dich durch die gefährliche Welt bewegen. Andererseits baust du eine Basis auf, weist deinen Arbeitern Aufgaben zu und errichtest Produktionsketten. Beide Bereiche sind direkt miteinander verbunden. Die Basis liefert die Ressourcen für deine Expeditionen, während du außerhalb wiederum dafür sorgen musst, dass dein eigener Einfluss wächst und die Produktion weiter ausgebaut werden kann.
OfMiceAndMechs spielt in einer dystopischen Cyberpunk-Welt, deren ursprünglicher Zweck längst verloren gegangen ist. Die alten Mechanismen dieser Welt funktionieren allerdings weiterhin. Jahrhundertalte Maschinen laufen noch immer und stellen eine Gefahr für alle dar, die versuchen, innerhalb dieses Systems zu überleben. Deine Aufgabe besteht darin, dich in dieser Umgebung zu behaupten und zunehmend Kontrolle über dein Umfeld zu gewinnen. Dafür reicht es nicht aus, ausschließlich den eigenen Charakter stärker zu machen. Stattdessen musst du gleichzeitig eine funktionierende Basis errichten und deren Produktion organisieren. Die Welt außerhalb der Basis und der eigene Stützpunkt bilden dadurch einen gemeinsamen Kreislauf. Wer weiter vordringen möchte, benötigt Ressourcen. Und genau diese Ressourcen müssen zunächst produziert werden.
Eine zentrale Rolle übernimmt dabei ein Mind-Control-Implantat. Über dieses System kannst du deine Arbeiter kontrollieren und ihnen Aufgaben zuweisen. Damit entsteht der Factory-Builder-Teil von OfMiceAndMechs. Statt sämtliche benötigten Ressourcen selbst einzusammeln, lässt du deine Arbeiter für dich produzieren. Dafür müssen Arbeitsabläufe eingerichtet und verschiedene Produktionsschritte miteinander verbunden werden. Nach und nach entstehen so Produktionsketten, die deine Basis mit den benötigten Materialien versorgen. Der Spieler übernimmt damit zwei Rollen gleichzeitig. Außerhalb der Basis bist du selbst unterwegs und musst kämpfen und überleben. Innerhalb des eigenen Stützpunkts organisierst du dagegen die Arbeitskräfte und Produktionsprozesse. Dabei ist das System nicht vollständig automatisiert. Bei Bedarf kannst du selbst in Arbeitsabläufe eingreifen und dadurch Einfluss auf die Produktion nehmen.
Der Ausbau der Basis verfolgt dabei einen konkreten Zweck: Sie soll deinen Charakter mit den Ressourcen versorgen, die er außerhalb benötigt. OfMiceAndMechs verbindet den Factory Builder dadurch direkt mit dem Roguelike-Gameplay. Wer eine funktionierende Produktion aufbaut, kann sich besser auf kommende Expeditionen vorbereiten. Gleichzeitig entsteht ein Grund, die eigenen Produktionsketten immer weiter auszubauen und zu optimieren. Das Mind-Control-Implantat dient dabei nicht ausschließlich zur Kontrolle der Arbeiter. Es führt den Spieler auch an die grundlegenden Systeme heran und erklärt sowohl den Umgang mit den Arbeitskräften als auch den Aufbau der Produktionsketten. Der eigene Fortschritt hängt somit nicht allein davon ab, wie erfolgreich du dich im direkten Kampf schlägst. Eine gut funktionierende Basis kann langfristig genauso wichtig werden.
Außerhalb der Basis übernimmt der Spieler wieder selbst die Kontrolle. Hier rücken die Roguelike-Elemente stärker in den Vordergrund. Du bewegst dich durch gefährliche Gebiete und Dungeons, kämpfst gegen Gegner und versuchst, deinen Einfluss innerhalb der dystopischen Welt auszubauen. Die Ressourcen aus der eigenen Basis helfen dabei, stärker zu werden und sich auf diese Expeditionen vorzubereiten. Dadurch entsteht ein Wechsel zwischen direkter Kontrolle und Management. Während eines Ausflugs bist du unmittelbar für das eigene Überleben verantwortlich. Zurück in der Basis geht es dagegen darum, die vorhandenen Arbeitskräfte möglichst sinnvoll einzusetzen. Die Produktion soll dabei zunehmend automatisiert werden können. Je besser die entsprechenden Abläufe funktionieren, desto weniger muss jeder einzelne Produktionsschritt manuell überwacht werden. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit bestehen, selbst einzugreifen, wenn eine bestimmte Ressource besonders dringend benötigt wird oder ein Arbeitsablauf angepasst werden soll.
Auch visuell geht OfMiceAndMechs einen anderen Weg als viele Spiele mit Cyberpunk-Setting. Statt auf eine aufwendige 3D-Darstellung zu setzen, wird die Welt in einer reduzierten ASCII- beziehungsweise Terminal-Optik dargestellt. Figuren, Maschinen, Räume und andere Bestandteile der Spielwelt werden dadurch hauptsächlich über Zeichen und Symbole visualisiert. Der Stil erinnert damit an klassische Roguelikes und komplexe Simulationen wie Dwarf Fortress. Die reduzierte Präsentation passt gleichzeitig zu den umfangreicheren Systemen im Hintergrund. Produktionsketten, Arbeiter, Ressourcen und die eigene Basis können über eine vergleichsweise abstrakte Darstellung abgebildet werden. OfMiceAndMechs verbindet diesen klassischen Ansatz allerdings mit seinem dystopischen Cyberpunk-Szenario und den Factory-Builder-Mechaniken. Damit entsteht eine Mischung aus einem traditionellen Roguelike und moderneren Automatisierungs- und Aufbauspielen.
Hinter OfMiceAndMechs steht der Entwickler MarxMustermann. Das Projekt wurde ursprünglich als Open-Source-Spiel entwickelt und ist bereits über itch.io erhältlich. Der Quellcode des Spiels wurde ebenfalls öffentlich bereitgestellt. Für die kommende Steam-Veröffentlichung arbeitet MarxMustermann mit Ivy Juice Games zusammen. Die neue Version bringt das Projekt damit auf eine weitere Plattform und stellt OfMiceAndMechs einem größeren Publikum zur Verfügung. Als Plattformen werden Windows-PC und Linux unterstützt.

