Sony hat ein weiteres Patent veröffentlicht, das eine neue Funktion für den DualSense Wireless-Controller beschreibt. Künftig könnte der PS5-Controller dabei helfen, Zahlungsinformationen von einem Smartphone direkt an die Konsole zu übertragen.
Die Idee richtet sich unter anderem an Spieler, die keine Kreditkarte oder andere Zahlungsmethode dauerhaft auf ihrer PlayStation 5 hinterlegen möchten. Statt Zahlungsdaten zunächst manuell auf der Konsole einzurichten, könnte der DualSense als Schnittstelle zwischen Smartphone und PS5 dienen. Entdeckt wurde das Patent von Patentlyze. Wie bei Patenten üblich, bedeutet die Veröffentlichung allerdings nicht, dass Sony die beschriebene Funktion tatsächlich einführen wird.
Das im Patent beschriebene Verfahren soll vergleichsweise unkompliziert funktionieren. Möchte ein Spieler einen Kauf über die PS5 durchführen, könnte das Smartphone in die Nähe des Controllers gehalten werden. Anschließend würde auf dem Smartphone eine Aufforderung zur Durchführung der Zahlung erscheinen. Nach erfolgreicher Transaktion würde der entsprechende Kauf auf der Konsole registriert. Der DualSense wäre damit nicht selbst das eigentliche Zahlungsmittel. Stattdessen würde der Controller dabei helfen, die für den Kauf benötigten Zahlungsinformationen zwischen Smartphone und PlayStation zu übertragen.
Eine der Patentzeichnungen beschreibt darüber hinaus eine weitere Möglichkeit. Demnach könnte auch eine Zahlungskarte in die Nähe des Controllers gehalten werden, um beispielsweise eine Geschenkkarte zu kaufen. Damit könnte Sony verschiedene externe Zahlungsmethoden mit der PlayStation verbinden, ohne dass die entsprechenden Daten zuvor dauerhaft auf der Konsole gespeichert werden müssen. Welche technischen Komponenten des Controllers dafür verwendet würden und welche Sicherheitsmaßnahmen Sony für die Übertragung vorsieht, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Das Patent ist bereits die zweite aktuell bekannt gewordene Sony-Idee, die neue Funktionen für das PlayStation-Ökosystem beschreibt. Ein weiteres Patent beschäftigt sich mit einem KI-basierten System zur automatischen Fehlerdiagnose und Reparatur. Dabei könnte eine KI Probleme mit PlayStation-Konsolen und anderen Sony-Geräten erkennen, selbstständig eine Softwarelösung erstellen und diese anschließend an das betroffene Gerät übertragen. Beide Patente zeigen damit mögliche zukünftige Einsatzbereiche für Sony-Technik, stellen aber keine Ankündigungen konkreter PS5-Funktionen dar.
Sony könnte die im Patent beschriebene Bezahlfunktion zukünftig umsetzen, das Konzept verändern oder vollständig auf eine Einführung verzichten. Entsprechend gibt es derzeit keine Bestätigung, dass Besitzer einer PlayStation 5 künftig über den DualSense bezahlen können. Auch einen möglichen Veröffentlichungstermin oder Informationen darüber, welche DualSense-Modelle die Technik unterstützen könnten, nennt das Patent bislang nicht.

