Sony Interactive Entertainment hat begonnen, Nutzer der PS5 Konsole in Großbritannien und Irland über eine kommende Pflicht zur Altersverifizierung zu informieren. Wer die Prüfung nicht abschließt, verliert später im Jahr 2026 den Zugriff auf mehrere Kommunikationsfunktionen. Die Hinweise erscheinen direkt über das Dashboard der Konsole. Zusätzlich stellt Sony einen QR-Code bereit, über den die Verifizierung bereits jetzt freiwillig abgeschlossen werden kann.
Laut einer Support-Seite von Sony Interactive Entertainment soll die verpflichtende Altersprüfung ab Juni 2026 beginnen. Danach müssen bestehende Erwachsenen-Konten ihr Alter bestätigen, sofern dies nicht bereits vorher erledigt wurde. Betroffen sind zunächst Spieler in Großbritannien und Irland.
Wer die Altersverifizierung nicht durchführt, kann weiterhin Spiele starten, Trophäen nutzen und im Store einkaufen. Gesperrt werden sollen jedoch mehrere soziale und Online-Funktionen.
Dazu zählen unter anderem:
- Sprachchat
- Nachrichten und Textchat
- Gruppen und Partys beitreten
- Drittanbieter-Kommunikation
- Discord Sprachchat
- Gameplay-Streams auf YouTube oder Twitch
- Teilen bestimmter Inhalte
Auch Spiele mit eigenen Kommunikationssystemen oder nutzergenerierten Inhalten könnten zusätzliche Einschränkungen erhalten.
Sony arbeitet nach eigenen Angaben mit dem Dienstleister Yoti zusammen. Zur Auswahl stehen mehrere Methoden Bestätigung per Mobilnummer, Gesichtsscan und Ausweisdokumente. Laut Sony soll dabei Datenschutz berücksichtigt werden.
Die neue Regelung hängt mit dem britischen Online Safety Act zusammen. Das Gesetz verpflichtet Plattformen stärker dazu, Minderjährige zu schützen und altersgerechte Online-Erfahrungen anzubieten. Andere Unternehmen haben ähnliche Systeme bereits eingeführt, Microsoft begann 2025 mit Altersprüfungen bei Xbox, Discord führte Verifizierungen in UK und Australien ein und Plattformen wie Roblox arbeiten ebenfalls mit Alterskontrollen.
Einige Berichte sprechen davon, dass Sony langfristig auch weitere Regionen einbeziehen könnte. Offiziell bestätigt wurde derzeit jedoch nur die Einführung für Großbritannien und Irland. Ob und wann andere Länder folgen, bleibt offen.

