Nach der Ankündigung, die Produktion neuer PlayStation-Spiele auf Disc ab 2028 einzustellen, hat sich Sony erneut zu der Entscheidung geäußert. Während einer Investorenkonferenz erklärte das Unternehmen, warum es physische Datenträger nicht als entscheidenden Unterschied zwischen einer PlayStation-Konsole und einem Gaming-PC betrachtet.
Im Rahmen einer aktuellen Telefonkonferenz mit Investoren wurde Sony-Finanzchefin Lin Tao gefragt, wie sich die PlayStation künftig von Gaming-PCs unterscheiden soll, wenn physische Spiele zunehmend wegfallen. Tao erklärte, dass Sony Discs nicht als entscheidenden Faktor sehe, der eine PlayStation von einem PC unterscheide. Stattdessen verwies sie auf andere Stärken der Konsole.
Nach Angaben der Finanzchefin setzt Sony vor allem auf ein ausgewähltes Spieleangebot sowie eine stabile und konsistente Spielumgebung. Während PCs verschiedene Spielmöglichkeiten über einen langen Zeitraum bieten würden, wolle PlayStation insbesondere mit kuratierten Inhalten überzeugen. Darüber hinaus hob Tao hervor, dass die Konsole im Vergleich zu leistungsstarken Gaming-PCs einen Preisvorteil biete. Eine PlayStation sei deutlich günstiger als ein High-End-PC und biete dennoch ein auf Gaming zugeschnittenes Erlebnis.
Mit den Aussagen reagiert Sony erstmals ausführlicher auf die Diskussionen nach der Ankündigung, ab 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc zu produzieren. Das Unternehmen bestätigte zwar, dass die Reaktionen der Community wahrgenommen wurden, machte jedoch deutlich, dass an der Entscheidung festgehalten wird.
Aus Sicht von Sony werden physische Datenträger künftig keine wesentliche Rolle mehr dabei spielen, die PlayStation von der PC-Plattform abzugrenzen. Stattdessen sollen beide Plattformen nach Einschätzung des Unternehmens auch künftig nebeneinander bestehen können.

