Microsoft könnte sein Programm zur Abwärtskompatibilität in den kommenden Jahren deutlich erweitern. Nachdem bereits bestätigt wurde, dass Spiele der ersten Xbox-Generation auf den PC kommen sollen, deutet ein neuer Bericht nun darauf hin, dass auch Xbox-360-Spiele künftig auf weiteren Plattformen verfügbar werden könnten.
Laut einem Bericht von The Verge hat Microsoft Entwicklern interne Informationen zu den nächsten Ausbaustufen des Programms zur Verfügung gestellt. Demnach sollen Xbox-360-Spiele künftig nicht nur auf Konsolen, sondern auch auf PCs, Handheld-Geräten, sogenannten Xbox PCs sowie der kommenden Xbox-Konsole mit dem Codenamen Project Helix spielbar sein.
Dem Bericht zufolge sollen Entwickler selbst entscheiden können, ob ihre Xbox-360-Spiele für das Programm freigegeben werden. Außerdem sollen sie Einfluss darauf haben, zu welchem Preis ihre Spiele angeboten werden und ob diese zusätzlich über den Xbox Game Pass verfügbar sein werden. Die Einführung soll schrittweise erfolgen. Während die Unterstützung für Spiele der ersten Xbox-Generation laut Bericht im Oktober 2026 starten soll, ist der Rollout der Xbox-360-Titel zwischen 2027 und 2028 geplant.
Neben der erweiterten Abwärtskompatibilität arbeitet Microsoft dem Bericht zufolge außerdem an einer neuen Disc-zu-Digital-Funktion. Mit dieser sollen Besitzer physischer Xbox-Spiele eine digitale Lizenz erhalten können. Dazu muss die Disc einmal in eine kompatible Konsole eingelegt werden. Anschließend wird die Lizenz dem Benutzerkonto zugewiesen und kann auf unterstützten Xbox-Geräten genutzt werden. Wird die Disc später verkauft oder weitergegeben, soll die digitale Lizenz auf den neuen Besitzer übergehen, sobald dieser die Disc erstmals in seinem System verwendet.
Bislang hat Microsoft die im Bericht genannten Informationen nicht offiziell angekündigt. Ob und wann die neuen Funktionen vorgestellt werden, bleibt daher abzuwarten.

