Das Entwicklerstudio Unknown Worlds hat das neueste große Inhalts- und Wartungsupdate für das Unterwasser-Survival-Abenteuer „Subnautica 2“ freigegeben. Das Early-Access-Update 1.2 mit dem passenden Titel „Buddy-System“ legt den Fokus stark auf kooperative Mehrspieler-Elemente und setzt dabei zahlreiche Wünsche der Community um. Der Patch steht ab sofort als kostenloser, automatischer Download über Steam bereit.
Fokus auf Koop: Das neue Buddy-System
Das Herzstück dieses Updates ist die Erweiterung des Mehrspielererlebnisses. Die Entwickler haben Funktionen integriert, die das gemeinsame Überleben auf der fremden Ozeanwelt maßgeblich erleichtern und dynamischer gestalten:
- Proximity Voice-Chat: Eine der am häufigsten geforderten Funktionen wurde umgesetzt. Der plattformübergreifende Sprachchat ist entfernungsabhängig: Je weiter die Spieler voneinander entfernt sind, desto schwächer sind sie zu hören. Der Chat kann auf „Immer an“, „Push-to-Talk“ oder „Immer aus“ gestellt werden.
- Spieler-Wiederbelebung: Fällt ein Spieler in Ohnmacht, kann er nun von Mitspielern vor dem automatischen „Neudruck“ (Respawn) wiederbelebt werden. Der Vorteil dabei ist, dass die Ausrüstung erhalten bleibt und der wiederbelebte Charakter eine kleine Menge Sauerstoff zurückerhält. Alternativ ist ein sofortiger Neudruck im zugewiesenen Biobett weiterhin möglich.
- Beim direkten Spielerhandel entfällt das umständliche Ablegen von Gegenständen auf dem Meeresboden. Spieler können nun direkt miteinander interagieren, um Inventargegenstände auszutauschen.
- Emotes und neue Charaktere: Ein neues Kreismenü ermöglicht nonverbale Kommunikation durch Emotes wie Winken, Klatschen, Daumen hoch/runter und „frustriert“. Zudem wird die Charakterauswahl durch die neuen Modelle Jegna und Grace sowie zwei neue Farbmuster erweitert.
Gameplay, Basisbau und Lebensqualität (QoL)
Abseits des Multiplayer-Aspekts bietet Update 1.2 weitreichende Anpassungen der Kernmechaniken des Spiels, die den Alltag unter Wasser angenehmer gestalten sollen:
- Erweitertes Tracking: Ein neuer Sensor-Tag kann als Kurzstrecken-Signalboje in tragbaren Gegenständen (wie Spinden) platziert werden. Befindet er sich beim Neudruck im Inventar, erhöht dies die Reichweite der Blackbox.
- Optimierter Basisbau: Das Konstruktionsmenü wurde überarbeitet und bietet nun Ausrichtungslinien für präziseres Bauen. Eine neue feste Größenrasterung erlaubt zudem die vollständige Dekonstruktion von Räumen mittels der „Verkleinern“-Funktion.
- Funktionalität und Interface: Der Abfalleimer zerstört nun tatsächlich nach fünf Sekunden darin platzierte Gegenstände. Im Head-up-Display (HUD) skalieren Symbole nun bei Annäherung und für weit entfernte Signale wird ein Text eingeblendet, wenn man den Zeiger darüber bewegt. Zudem werden angeheftete Baupläne nun visuell hervorgehoben, sobald die benötigten Ressourcen gesammelt wurden.
Flora, Fauna und Erkundung
Die Alien-Welt von Subnautica 2 wurde grafisch und verhaltenstechnisch optimiert.
- Die Kreaturen wurden aktualisiert: Zahlreiche Lebewesen, darunter Markbrecher, Nibbler, Nadlerhai, Epicurio und Zwillingsrochen, verfügen nun über neue Rückschreck-Animationen und visuelle Effekte. Die feindlichen Kugelköpfe richten nun mehr Schaden an, ihren Angriffen kann jedoch besser ausgewichen werden.
- Werkzeuge: Der Rückkopplungsresonator betäubt Kreaturen nun für zehn Sekunden, statt sie in die Flucht zu schlagen. Säurequellen werden für eine bessere Übersicht als grüne Punkte im Scanner-HUD angezeigt.
- Audio-Erweiterungen: Die atmosphärische Dichte wird durch neue musikalische Untermalungen in den Gebieten Tufa Zona, Thermalregion und dem nördlichen Korallengarten verstärkt.
Technische Verbesserungen und signifikante Fehlerkorrekturen
Der Patch bringt PC-Enthusiasten moderne Upscaling-Unterstützung. Besitzer von Grafikkarten der RTX-5000-Serie profitieren von neuen Frame-Generierungsmodi (5x und 6x) sowie einer dynamischen Frame-Generierung zur Leistungsoptimierung. Vsync und die DLSS-Frame-Generierung können nun zudem gleichzeitig aktiviert werden.
Darüber hinaus umfasst der Patch über 100 spezifische Bugfixes, die maßgeblich zur Stabilität beitragen:
- Exploit-Beseitigung: Ein Fehler in besetzten Metallfarmen, der die Wachstumszeit von Ressourcen bei einem Wechsel manipulierte, wurde behoben.
- Kollision und Physik: Zahlreiche Clipping-Probleme, durch die Spieler oder Fahrzeuge (wie die Kaulquappe) unter der Karte oder in Docks steckenblieben, wurden behoben. Auch der Sammlerleviathan führt nun keine unnatürlichen 360-Grad-Drehungen mehr aus, wenn er Fahrzeuge greift.
- Energie und Stromnetze: Fehlerhafte Stromversorgungen in Basen wurden korrigiert. Wasserturbinen und Solarmodule stellen die Stromerzeugung nun nicht mehr fälschlicherweise nach einer bestimmten Spielzeit ein. Basen verlieren zudem nun korrekt ihren Strom, wenn der Energiespeicher vollständig entleert ist.
- Probleme bei der Desynchronisation von Spielern in Multiplayer-Sitzungen (beispielsweise beim Bewegen von Beetkasten-Gegenständen) gehören der Vergangenheit an.

