Ubisoft hat eine weitere Umstrukturierungsmaßnahme angekündigt, die weltweit bis zu 380 Mitarbeiter betreffen könnte. Im Zuge der Änderungen werden mehrere Studios geschlossen, Teams neu organisiert und Projekte neu priorisiert.
Die Informationen stammen aus einer internen Mitteilung an die Belegschaft. Ubisoft begründet die Maßnahmen mit laufenden Anpassungen der Unternehmensstruktur, Kostenreduzierungen und einer Neuausrichtung nach internen Portfolio-Überprüfungen. Besonders betroffen sind die Standorte in Winnipeg und Belgrad. Das Studio in Winnipeg wird vollständig geschlossen. Nach aktuellen Informationen verlieren dort rund 65 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Auch Ubisoft Belgrad stellt den Betrieb ein. Das 2016 gegründete Studio arbeitete in den vergangenen Jahren unter anderem an Rainbow Six Siege, The Crew 2, Ghost Recon Wildlands, Ghost Recon Breakpoint und Skull & Bones. Von der Schließung sollen rund 100 Beschäftigte betroffen sein. Zusätzlich plant Ubisoft eine Neuausrichtung des Studios in Barcelona. Künftig soll sich der Standort stärker auf Rainbow Six Siege konzentrieren.
Im Rahmen der Umstrukturierung sollen dort 51 Stellen wegfallen. Die Maßnahmen stehen teilweise noch unter Vorbehalt laufender Gespräche mit Arbeitnehmervertretern. Auch innerhalb des Rainbow-Six-Bereichs kommt es zu Veränderungen. Nach aktuellen Informationen werden rund 120 Mitarbeiter von Rainbow Six Siege auf andere Projekte versetzt oder aus den Teams abgezogen. Ubisoft betont, dass es sich dabei nicht zwangsläufig um zusätzliche Entlassungen handelt. Vielmehr würden Ressourcen entsprechend der aktuellen Entwicklungsphasen und Prioritäten neu verteilt.
Darüber hinaus sind auch die Ubisoft-Standorte in San Francisco betroffen. Dort sollen im Zuge weiterer Kostensenkungsmaßnahmen zahlreiche Mitarbeiter aus Bereichen wie Marketing, IT und Verwaltung entlassen worden sein. Eine genaue Zahl wurde bislang nicht genannt. Berichten zufolge könnte die Anzahl der betroffenen Beschäftigten zwischen 50 und 100 Personen liegen.
In der internen Mitteilung betont Ubisoft, dass die Entscheidungen nicht die Leistungen oder Fähigkeiten der betroffenen Mitarbeiter widerspiegeln würden. Lokale Management-Teams seien beauftragt worden, die Beschäftigten während des Übergangs zu unterstützen.
Die aktuellen Maßnahmen sind Teil einer bereits seit längerem laufenden Restrukturierung des Unternehmens. In den vergangenen Jahren hatte Ubisoft mehrfach Studios geschlossen, Projekte eingestellt und Personal abgebaut, um die Kostenstruktur des Unternehmens anzupassen.

