Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount verzögert sich. Der Milliarden-Deal wird zunächst nicht abgeschlossen und bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt. Hintergrund ist ein laufendes Kartellverfahren in den USA, das die geplante Fusion überprüfen soll.
Wie aus einer gemeinsamen Vereinbarung im laufenden Gerichtsverfahren hervorgeht, haben sich die beteiligten Unternehmen darauf verständigt, den Zusammenschluss vorerst nicht zu vollziehen. Der Abschluss soll frühestens fünf Tage nach einer gerichtlichen Verhandlung oder spätestens zum 1. Juni 2027 erfolgen, je nachdem, welcher Zeitpunkt zuerst eintritt. Ein Termin für die Verhandlung steht bislang noch nicht fest. Es wird jedoch erwartet, dass sich das Verfahren über mehrere Monate hinziehen könnte.
Die geplante Übernahme hat ein Volumen von 111 Milliarden US-Dollar. Zwar hatten die US-Behörden dem Vorhaben grundsätzlich zugestimmt, dennoch reichten mehrere Bundesstaaten Klage gegen den Zusammenschluss ein. Bereits Anfang des Monats hatte ein Gericht in Kalifornien den Vollzug der Übernahme vorübergehend gestoppt. Inzwischen sorgt die neue Vereinbarung dafür, dass der Deal bis zur weiteren gerichtlichen Klärung offiziell auf Eis liegt.
Die Kläger sehen in der geplanten Fusion die Gefahr einer zu starken Konzentration auf dem Unterhaltungsmarkt. Ihrer Ansicht nach könnte ein Zusammenschluss dieser Größenordnung den Wettbewerb einschränken und sich langfristig auf Preise sowie die Vielfalt von Filmen, Serien und anderen Medienangeboten auswirken. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta bezeichnete die Einigung als wichtigen Erfolg für Verbraucher, Kinos sowie Kreative der Medienbranche. Vor Gericht wolle man nun weiter dafür argumentieren, dass die geplante Übernahme nicht genehmigt werden sollte.
Ob Paramount Warner Bros. Discovery letztlich übernehmen darf, ist derzeit unklar. Die Entscheidung hängt vom Ausgang des Kartellverfahrens ab. Bis zu einer gerichtlichen Klärung bleibt einer der größten Medien-Deals der vergangenen Jahre ausgesetzt.

