Wie ist es, bei Nintendo zu arbeiten? Diese Frage haben die ehemaligen Nintendo-Mitarbeiter Kit Ellis und Krysta Yang in einer aktuellen Folge ihres Kit & Krysta Podcasts beantwortet. Beide arbeiteten mehrere Jahre für Nintendo und schilderten sowohl positive als auch kritische Erfahrungen aus ihrer Zeit beim japanischen Spielehersteller.
Zu den größten Stärken des Unternehmens zählt aus Sicht der beiden ehemaligen Mitarbeiter die Führungsebene. Sie beschreiben die Unternehmensleitung als verantwortungsbewusst und betonen, dass das Management ein langfristiges Interesse am Unternehmen sowie an den Mitarbeitern habe. Als Beispiele nannten sie unter anderem den früheren Nintendo-Präsidenten Satoru Iwata, den aktuellen Präsidenten Shuntaro Furukawa, den ehemaligen Nintendo-of-America-Präsidenten Reggie Fils-Aimé sowie dessen Nachfolger Doug Bowser und Devon Pritchard.
Ein weiterer positiver Punkt sei die hohe Arbeitsplatzsicherheit. Nach Aussage der beiden genieße Nintendo den Ruf, Mitarbeiter langfristig zu beschäftigen und Entlassungen möglichst zu vermeiden.
Weniger positiv fiel dagegen die Einschätzung zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben aus. Laut Ellis und Yang habe es während ihrer Zeit bei Nintendo kaum eine ausgewogene Work-Life-Balance gegeben. Dabei betonten sie jedoch, dass dieses Problem nicht ausschließlich Nintendo betreffe. Vielmehr handele es sich um eine Herausforderung, die auch in anderen Unternehmen der Branche vorkomme. Gleichzeitig hätten sie den Eindruck gehabt, dass es innerhalb des Unternehmens wenig Verständnis für ein langsameres Arbeitstempo gegeben habe.
Auch der Karriereweg innerhalb des Unternehmens sei nach ihren Erfahrungen anspruchsvoll. Beförderungen seien vergleichsweise selten und würden erst nach einer längeren Phase erfolgen, in der Mitarbeiter ihre Eignung für eine neue Position unter Beweis stellen müssten. Nach Einschätzung der beiden bestehe dadurch zudem die Gefahr, über längere Zeit in derselben Rolle zu verbleiben und sich fachlich weniger weiterzuentwickeln.
Die Aussagen stammen aus dem aktuellen Kit & Krysta Podcast und geben die persönlichen Erfahrungen der beiden ehemaligen Nintendo-Mitarbeiter wieder. Eine Stellungnahme von Nintendo zu den geschilderten Eindrücken liegt bislang nicht vor.

