Die Xbox Büropflicht wird strenger. Ab dem 1. Februar 2027 müssen bestimmte Xbox-Beschäftigte mindestens vier Tage pro Woche im Büro arbeiten. Das geht aus einem internen Memo hervor, über das zuerst The Verge berichtet hat. Bisher galt bei Microsoft eine Regel von drei Bürotagen pro Woche.
Wen die neue Regel betrifft
Die Vorgabe gilt für Xbox-Mitarbeitende in der Region Puget Sound, die höchstens 50 Pendelmeilen vom Microsoft-Campus Studio D in Redmond entfernt wohnen. Laut Memo sind das „Tausende“ Beschäftigte. Eine genaue Zahl nennt Microsoft nicht. Führungskräfte sollen ebenfalls vor Ort sein. Für einige Xbox-Studios mit eigenen, bereits etablierten Büroregeln kann es Ausnahmen geben.
Wie Xbox die Büropflicht begründet
Verfasst hat das Memo Jacinda Chislum Pearson, Chief People Officer bei Xbox. Sie begründet den Schritt mit der Zusammenarbeit vor Ort: Teams sollen gemeinsam Arbeit besprechen, Probleme lösen und zusammen spielen. Diese Zeit sei gut investiert, heißt es sinngemäß.
Zeitpunkt sorgt für Kritik
Die Nachricht kommt in einer schwierigen Phase. Xbox steckt mitten in einem Umbau unter der neuen CEO Asha Sharma. Weitere Entlassungsrunden sind bereits angekündigt. Kotaku kommentierte deshalb spitz, dass Beschäftigte, die die kommenden Entlassungen überstehen, mit mehr Pflichtzeit im Büro „belohnt“ würden. Zudem hatte Microsoft erst kürzlich gemeldet, dass die Zahl der Beschäftigten erstmals seit zehn Jahren gesunken ist.
Branchentrend zur Rückkehr ins Büro
Xbox ist nicht allein. Viele Tech- und Spieleunternehmen haben ihre Homeoffice-Regeln seit der Pandemie wieder verschärft. Für Entwicklerinnen und Entwickler bedeutet das oft längere Pendelzeiten oder einen Umzug. Kritiker befürchten außerdem, dass solche Vorgaben erfahrene Leute vertreiben. Ob die Xbox Büropflicht weitere Studios außerhalb von Redmond betrifft, ist bislang nicht bekannt.

